Die Zwillinge Felix und Oskar Neudeck sowie Kai Schäffner von der LG Filstal sind die ‚Bestenlisten-Könige‘ im WLV“, verkündet Uwe Seyfang, Vorsitzender des Leichtathletikkreises, nach der Auswertung des 450 Seiten starken WLV-Jahrbuches 2017, das die verschiedenen Bestenlisten der vergangenen Saison beinhaltet. „Insgesamt muss ich dennoch einen Rückgang der Nennungen feststellen“, bedauert der langjährige Leichtathletik-Chef insgesamt das Abschneiden der Athletinnen und Athleten der Kreisvereine und sieht einen Grund in einer geringeren Beteiligung von Sportlern an der Leichtathletik allgemein. Dennoch ist er nicht ganz unzufrieden. Viele Podestplätze habe der Nachwuchs erreicht. „Die Vereine leisten hervorragende Kinder- und Jugendarbeit“, lobt Seyfang deren Trainer und Betreuer, die allesamt ehrenamtlich arbeiten.

Ganz kritisch sieht er das nachlassende Interesse der Aktiven und U20 an Wettkämpfen. Dieses Defizit könne von den Jugendklassen mit guten Teilnehmerzahlen nicht kompensiert werden. Von 354 Nennungen in 2016 sei man nun auf 305 abgerutscht, so die Recherche des Vorsitzenden. Bemerkenswert sei aber die Häufigkeit der Vereinsnennungen, die von der LG Filstal mit 229 angeführt werden. Die restlichen 76 der insgesamt 305 Nennungen würden sich weitere neun Kreisvereine teilen. Die meisten, nämlich 15 Nennungen, erreichte Oskar Neudeck, gefolgt von seinem Bruder Felix und von Kai Schäffner mit jeweils 13, wobei Felix sieben erste Plätze, darunter zwei mit der Mannschaft, die er mit Oskar und Kai im Vier- (7 011) und im Neunkampf (15 264) teilt. Während zwei Top-Einzelplatzierungen Oskar mit dem Speer (58,03) und dem Ball (90,50) gelangen, brillierte sein Bruder jeweils knapp vor ihm im Hürdensprint über 80 m (11,09), im Hoch- (1,88) und Stabhochsprung (4,10) sowie im Vier- (2 475) und Neunkampf 5 435). Den Spitzenplatz mit 4,70 m im Stabhochsprung der U18 belegt der Filstäler Fabian Brummer. „Einsame Spitze“ bei den Frauen wäre die Kugelstoßerin Lena Urbaniak im Filstäler Trikot, meint Seyfang, wenngleich ihre Saison diesmal nicht auf Top-Niveau verlaufen sei. Auf Platz eins mit der Kugel (17,61) und auf zwei mit dem Diskus (44,08) sei die Böhmenkircherin das einzige Aushängeschild der Kreis-Athletinnen im Aktivenbereich. Beeindruckende erste Plätze erkämpften sich die Filstälerinnen Mirja Simon (W15) mit dem 200 g-Ball (55,00), Mia Herrmann (W14) im Weitsprung (5,42), Carla Kussmaul (W13) im Hochsprung (1,60) und Liliane Höbler mit der Kugel, die sie auf 8,57 m stieß. Die höchste Anzahl an Nennungen, nämlich 13, verbuchte Lina-Sophie Hommel (LGF) vor Carla Kussmaul (11), Mandy Münkle (10), Sarah Angelmaier (LGF) und Mia Herrmann mit je neun. Carla Kussmaul ragt dabei neben ihrem besten Podestplatz als Hochspringerin mit drei zweiten Plätzen, mit dem Diskus (28,26), mit dem Ball (50,50) und im Vierkampf mit der Mannschaft (5 806) mit Amelie Frech und Lisa Baumgartner heraus. Eine Spitzenplatzierung für die U14 der LG Filstal gab es zudem bei der DSMM G2 mit 6967 Punkten.