Der Technische Ausschuss des Gemeinderats hat vergangene Woche weitere Aufträge für den Bau der Mensa der Tegelbergschule und die Kindergarten-Container im Stadtpark vergeben. Darüber hinaus standen die maroden Fenster im Geislinger Stadtschloss auf der Tagesordnung, die ausgetauscht werden müssen. Der Bau der Mensa gehe gut voran, berichtete Oberbürgermeister Frank Dehmer zu Beginn der Sitzung.  Die Arbeiten am Rohbau verliefen sogar zügiger als es der Bauzeitenplan vorsieht. Erklärtes Ziel ist es, dass die Tegelbergschüler ab dem Schuljahr 2020/21 in dem Neubau zusammen zu Mittag essen können.

Bereits im Februar hatte der Gemeinderat die Erd- und Rohbauarbeiten für die Mensa vergeben, nun wurden die Aufträge für die Gewerke vergeben, die als Nächstes anstehen:  Die Lüftungsarbeiten übernimmt die Geislinger Firma Kurfeß (92 052 Euro), die Sanitärarbeiten die Greiner Energie und Versorgung Geislingen (74 736 Euro). Mit den Elektroarbeiten wurde die Ulmer  Dörner Elektrotechnik GmbH (168 273) beauftragt. Der Auftrag für die Dachabdichtungen ging an die Firma Alfred Rink aus Donzdorf. Insgesamt sind für den Neubau 2,15 Millionen Euro eingeplant.

Weniger tragfähiges Auffüllmaterial im Boden

Die Erdarbeiten für die Mensa werden allerdings um rund 23 000 Euro teurer als veranschlagt. Das Problem: An unterschiedlichen Stellen gibt es im Baugrund Erdschichten, die Wasser führen. Als die Baugrube ausgehoben wurde, habe ein Geologe darüber hinaus festgestellt, dass im Boden wesentlich mehr nicht tragfähiges Auffüllmaterial vorhanden ist als die Ergebnisse der vorangegangenen Bodenuntersuchung vermuten ließen. Deshalb musste mehr Erde ausgehoben und abtransportiert werden. Weitere Kosten entstanden unter anderem durch ein Filtervlies, das der Geologe zur Bodenverbesserung anordnete sowie die Anpassung der Entwässerung.

Neuigkeiten gab es im Technischen Ausschuss auch vom geplanten Kindergarten-Provisorium im Stadtpark: Ab Anfang nächster Woche wird das Fundament für die Holzmodule gebaut. Den Auftrag für die Gründungs- und Rohbauarbeiten vergab der Technische Ausschuss für 103 297 Euro.

Stadtschloss: 90 Fenster müssen ausgetauscht werden

Ein neues Bauprojekt steht im Geislinger Stadtschloss, in dem das Stadtbauamt untergebracht ist, an: Die Fenster – insgesamt mehr als 90 Stück – müssen noch in diesem Jahr ausgetauscht werden: Sie sind undicht, teilweise beschädigt, bei starkem Regen tritt auf der Westseite Feuchtigkeit ein, die das Parkett angreift.  Der Austausch sei „unumgänglich“, betont die Stadtverwaltung in der entsprechenden Beratungsvorlage – zumal die Fenster teilweise noch einfach verglast und daher wenig energieeffizient seien.  Bisher waren für die Maßnahme 110 000 Euro in den Haushalt eingestellt, kosten wird sie nun allerdings knapp 150 000 Euro – unter anderem deswegen, weil das Landesdenkmalamt für das denkmalgeschützte Gebäude Holzfenster mit einer dreiteiligen Gliederung vorschreibe.

Um die neuen Fenster vollständig zu finanzieren, wird die Sanierung der Daniel-Straub-Realschule, für die im Haushalt bisher 40 000 Euro vorgesehen sind, verschoben. Geplant war ursprünglich, den Physiksaal zu sanieren und den zweiten Abschnitt der Elektrosanierung anzugehen. Laut Beratungsvorlage hätte diese in diesem Jahr ohnehin nicht stattfinden können: Die Stadt hat kein Geld aus der Schulsanierungsförderung erhalten.

Dieser Artikel wurde zuerst veröffentlicht im ePaper und in der gedruckten Freitagsausgabe der GZ (28. Juni).