Geislingen Pfarrer Benk stirbt bei Bergunfall im Zillertal

Ein Foto von Emil Benk aus dem Jahr 1999. So kannten ihn die Geislinger.
Ein Foto von Emil Benk aus dem Jahr 1999. So kannten ihn die Geislinger. © Foto: GZ
Stuttgart/Geislingen / ra 30.08.2018
Emil Benk, der von 1994 bis 2005 in Geislin­gen Pfarrer war, ist im Zillertal bei einer Wande­rung tödlich verunglückt.

Der 57-jährige Seelsorger ist laut Diözese Rottenburg-Stuttgart zufällig von österreichischen Einsatzkräften gefunden worden, die im Zillertal wegen eines anderen 57-jährigen Deutschen suchten. Letzterer wurde ebenfalls tot geborgen, nur etwa 50 Meter neben der Leiche von Pfarrer Emil Benk.

Der Theologe, der viele Jahre lang Präses der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) in der Diözese Rottenburg-Stuttgart war und zuletzt Pfarrvikar der Seelsorgeeinheit (SE) Stuttgart-Nordstern, war laut Polizei auf dem Fernwanderweg von München in Richtung Verona unterwegs. Zur Wanderung sei er am 13. August aufgebrochen. Der Absturz habe sich möglicherweise am Dienstag, 21. August, ereignet, möglicherweise bei der Überquerung eines Baches in etwa 2400 Meter Höhe. Auch der zweite gefundene Tote soll durch das felsdurchsetzte Bachbett abgestürzt sein, heißt es in diversen Meldungen. Die Unglücksursache ist dennoch unklar, heißt es.

Emil Benk war von 1994 bis 2005 Pfarrer in Sankt Sebastian in Geislingen. Die Diözese würdigt ihn als Seelsorger, dem es in seiner bescheidenen Art gelungen sei, Menschen auf einfache Weise anzusprechen und zu ermutigen. Für Benk sei das Bergwandern eine große Leidenschaft gewesen, für die KAB habe er regelmäßig Pilger- und Wandergruppen geleitet, auch nach seinem Ausscheiden als Präses.

Benk stammt aus Isny im Allgäu und wurde 1990 in Weingarten zum Priester geweiht. Zunächst war Benk Vikar in Münsingen und Ditzingen. 1994 kam er nach Geislingen. Von 2003 bis 2017 nahm er das Amt des Diözesanpräses der KAB wahr. Zuletzt war er Pfarrvikar in der SE Stuttgart-Nordstern. Das Requiem wird am Samstag 1. September, um 13 Uhr in seiner Heimatkirche Sankt Peter und Paul in Isny-Beuren gefeiert.

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