Kultusministerin Susanne Eisenmann war am Sonntagvormittag zu Gast beim Neujahrsempfang des CDU-Ortsvereins in Böhmenkirch. Am Veranstaltungsort, dem Gasthaus „Lamm“, hatten sich etwa 400 Demonstranten versammelt, um für den Erhalt des Geislinger Michelberg-Gymnasiums (MiGy) zu demonstrieren. Vor Beginn der Veranstaltung wandte sich Eisenmann in einer etwa fünfminütigen Ansprache an die versammelten Schüler, Eltern und MiGy-Unterstützer.

„So etwas habe ich noch nie erlebt, was ihr hier durchmachen müsst“, sagte die Ministerin in Bezug auf die „Misere“ der gescheiterten Schulsanierung und ihre Folgen.

Eisenmann: „Es lohnt sich, sich für etwas einzusetzen“

Die Art und Weise, wie die Schüler für den Erhalt ihrer Schule kämpften, mache deutlich, dass Schule mehr sei als ein Ort des Lernens, so Eisenmann weiter. Schule sei ein „Ort der Begegnung und des Miteinanders“. „Es ist wichtig, dass ihr diese Zukunft auch mit dem MiGy habt.“

Dafür sagte sie die „organisatorische und gegebenenfalls auch finanzielle“ Unterstützung des Landes zu. Dies verspreche sie „entgegen der Ratschläge meines Hauses“, fügte die Kultusministerin hinzu. Am Montag werde sie sich mit Geislingens OB Frank Dehmer und der Landtagsabgeordneten Nicole Razavi treffen, um über mögliche Lösungen zu sprechen, kündigte Eisenmann an.

„Ich habe großen Respekt dafür, wie ihr kämpft“, sagte sie zu den anwesenden MiGy-Schülern. „Es lohnt sich, sich für etwas einzusetzen. Das macht ihr fantastisch.“ Wenn alles „durchgestanden“ sei, hofft die Ministerin auf eine Einladung ins MiGy: „Dann schauen wir uns an, wie eure Schule aussieht. Dann komme ich sehr, sehr gerne.“