Geislingen / Jochen Weis  Uhr
Es ist ein Ort der Geselligkeit, aber auch Anlaufstelle für Tierfreunde: das Albstüble des Geislinger Tierschutzvereins, der für den Betrieb neue Helfer sucht.

Das Albstüble im Geislinger Tierheim bei Türkheim ist eine Institution. Seit zwei Jahrzehnten gibt es das Clubheim des Geislinger Tierschutzvereins – und damit von Anbeginn an, damals übernahm der Verein das Areal bei der ehemaligen Radarstation Türkheim samt Gebäude. Jeden Samstag hat das Albstüble von 14 bis 17 für Besucher geöffnet, bei der Bewirtung wechseln sich mehrere ehrenamtliche Teams ab.

Wichtige Einnahmequelle

 „Für uns ist der Betrieb dieser kleinen Vereinsgaststätte wichtig, um unsere Einnahmesituation zu verbessern“, erklärt der Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann. Zwar bekommt der Verein von der Tierschutz-Kooperative des Landkreises pro Jahr rund 21 000 bis 23 000 Euro. „Allerdings können wird damit nur gut ein Drittel unserer laufenden Ausgaben decken“, sagt Hoffmann.

Albstüble ist Anlaufstelle

Nicht weniger wichtig ist die Funktion des Albstübles als Anlaufstelle für das persönliche Gespräch. „Wir legen großen Wert darauf, dass es eine Möglichkeit für direkten Kontakt gibt“, sagt Hoffmann, „die neuen Besitzer der von uns vermittelten Tiere sollen eine Anlaufstelle haben, dasselbe gilt auch für die Vermittlung von Tieren. Schlussendlich will der Tierschutzverein auch ein Angebot publik machen, das er seit geraumer Zeit vorhält: Leinenführkurse, auch dafür ist das Albstüble Anlaufstelle.

Damit das Albstüble als Anlaufstelle erhalten bleibt, sucht der Tierschutzverein neue Helfer. „Wir haben zwei Teams, die mittelfristig wegzubrechen drohen – aus Altersgründen“, sagt Hoffmann. Wer sich dafür interessiert, bei der Bewirtung mitzuhelfen, der könne gerne samstags selbst vorbeischauen.

Mehr dazu lesen Sie im E-Paper sowie in der aktuellen Print-Ausgabe der GZ

Neuer Nagerbereich in Planung

Projekt Der Katzen- und der Hundebereich im Geislinger Tierheim bei Türkheim sind auf dem neuesten Stand. Nun möchte der Tierschutzverein das nächste Projekt angehen: einen  neuen Nagerbereich. Der bisherige ist in einem alten Bauwagen untergebracht, aber „zum einen zu klein und zum anderen nur schwer beheizbar“, wie der Vorsitzende Hans-Georg Hoffmann erklärt: „Wir brauchen eigentlich doppelt so viel Fläche wie bisher, aktuell haben wir dort keinen Lagerbereich für Heu und Stroh.“ Kurzum: Um die Vorgaben des Tierschutzes weiterhin erfüllen zu können, muss eine Lösung her.

Planung Diese Lösung, erklärt Hoffmann, könnte ein Container sein. „Wir schauen uns noch um und informieren uns, was möglich und machbar ist“, sagt der Vorsitzende. Eine Containerlösung  lasse sich aber am besten und einfachsten auf der recht begrenzten Fläche des Tierheim-Areals umsetzen. Zwar besteht aktuell keine akute Not, weil im Moment keine Nager zur Aufnahme im Tierheim untergebracht sind. „Aber wir haben verstärkt Anfragen, ob wir Tiere in Pension nehmen – was so eben nicht geht“, sagt Hoffmann. „Außerdem haben die Tierheime in den großen Städten mit einer Nagerschwemme zu kämpfen. Erfahrungsgemäß ist es nur eine Frage der Zeit, bis solche Entwicklungen aufs Land überschwappen.“