Mahnmal Im Gedenken an Geislinger KZ-Opfer

Geislingen / Michael Rahnefeld 26.04.2018
Am Sonntag wird in Geislingen eine Gedenkstätte eingeweiht und der Frauen im KZ-Außenlager gedacht.

Am 29. Mai 1945 wurden die Frauen vom Geislinger KZ-Außenlager befreit. „Dieses Datum ist ein passender Termin für eine Gedenkfeier“, sagt Matthias Lotz, der mit einem Organisationsteam aus der Evangelischen Allianz seit Wochen solch eine Veranstaltung für den kommenden Sonntag vorbereitet. Sie steht unter der Überschrift „Erinnern – Ehren – Versöhnen“. Im Zuge dieser Veranstaltung wird auch eine Gedenktafel am Standort des einstigen Außenlagers enthüllt. Die Veranstalter seien dankbar, teilt Matthias Lotz mit, dass wieder Angehörige einstiger Lagerinsassen dabei sein werden. Gleichzeitig lädt Lotz alle Geislinger ein, am Sonntag um 15 Uhr, den gemeinsamen Gang vom Tor 1 der WMF zum Gelände des ehemaligen Außenlagers mitzuerleben.

Die zwei Gedenktafeln werden dort enthüllt und auch eine Gedenkstätte eingeweiht. Ein Teil des ehemaligen Lagerzaunes wurde rekonstruiert und die Firma Heidelberg in Amstetten hat zwei Paar Holzschuhe, wie die Frauen  sie damals tragen mussten, aus Metall nachgegossen. „Wer gerne eine Blume zum Ablegen mitbringen möchte, ist dazu herzlich eingeladen“, sagt Matthias Lotz.

Zudem gibt’s noch eine begrenzte Anzahl von freien Sitzplätzen für die Gedenkveranstaltung um 14 Uhr im Kommunikationszentrum der WMF. Wer daran teilnehmen will, sollte sich schriftlich anmelden über die E-Mail-Adresse: lotz-matthias@gmx.de oder telefonisch unter Tel. (07331) 9 46 47 58. Der Einlass ist ab 13.30 Uhr, und es wird am Eingang Sicherheitskontrollen geben.

Dokumentarisches Theater

Auch der Sport- und Kulturverein Genclik Geislingen beteiligt sich in gewisser Weise an diesem Veranstaltungstag, und zwar mit einem dokumentarischen Theater unter der Überschrift  „Die NSU-Monologe“. Die Veranstaltung, die ursprünglich für 15 Uhr geplant war, wurde auf 18 Uhr verschoben, sie findet in der Rätsche statt. Genclik lädt gemeinsam mit der Bühne für Menschenrechte ein.

Im Anschluss an die Vorführung findet ein Publikumsgespräch statt mit Alex Maier (Landtagsabgeordneter, Bündnis 90 / Grüne), Janka Kluge von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschisten (VVN BdA) Baden-Württemberg und Aziz Aslan von der Föderation Demokratischer Arbeitervereine (DIDF).

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