Wir nehmen auch die Tiere auf, die sonst keiner will“, sagt Annette Schaum von der Tierhilfe Obere Roggenmühle. Ihre Vision ist es, Tiere in Not zu beherbergen und sie so lange zu pflegen, bis  sie bereit sind, das Tierheim wieder zu verlassen. Dann soll auch die Psyche der Tiere wieder stabil sein. „Polizisten und Jäger sagen, dass sie ohne uns oft nicht wüssten, wohin sie Tiere, die sie finden, bringen sollten“, erzählt die Eybacherin. Ob Pony, Wildschwein, Waschbär, Fuchs, Schildkröte oder Pfau, es ist alles schon einmal dagewesen im Tierheim im Roggental. Angefangen hat bei Annette Schaum alles mit einem Hundezwinger vor ungefähr 40 Jahren, wie die 54-Jährige erzählt: „Danach kam immer mehr dazu.“

„Das Glück der Tiere - unbezahlbar“

Das Ehepaar Annette und Manfred Schaum leistet die Arbeit ehrenamtlich und unter der Woche oft allein mit ihren Kindern. Bis auf ein paar kommen die meisten Helfer des Vereins nur am Wochenende zur Tierhilfe. Doch für das Ehepaar ist die Aufgabe eine Leidenschaft:  „Wenn man die Freude und das Glück der Tiere sieht, ist das total schön. Das ist unbezahlbar“, sagt die Tierhelferin. Dabei kam es auch schon vor, dass ein Frischling die Nacht bevor er übergeben werden sollte, zum Abschied  bei Annette Schaum im Bett geschlafen hat.  „Er hat so lange an der Tür gekratzt, bis ich ihn hereingelassen habe“, erzählt die Tierfreundin, die ihn dann lange kraulen musste und lacht: „Auch wenn er die Blumen zerrissen hat, war es mir eine Herzenssache, ihn zu pflegen.“ Manfred Schaum erzählt: „Einmal hatten wir einen Fuchs, der in der Wirtschaft nebenan auf den Tresen gesprungen ist und bei den verdutzten Männern Bier aus dem Krug getrunken hat.

Geislingen

Manche der Tiere, die die Vereinsmitglieder aufpäppeln – wie etwa Rehe – werden wieder in die freie Wildbahn entlassen. Dabei ist es wichtig, dass man den Tieren nur so viel Nähe gibt wie unbedingt nötig. Wenn sie sich zu sehr an Menschen gewöhnen, sind sie später nicht mehr alleine lebensfähig. „Wir waren mit ihnen immer wieder im Wald spazieren und irgendwann sind sie nicht mehr zurückgekommen“, erzählt Annette Schaum.

Viele Tiere geben die Schaums auch an Privatpersonen ab: „Es geht uns um Tier und Mensch. Wenn beiden geholfen wird, ist das super“, sagt Anette Schaum. „Wir geben Tiere, anders als viele Tierheime, auch noch an ältere Menschen ab, wenn wir dabei ein gutes Gefühl haben.“ Dabei bekommen die Tierliebhaber oft positive Rückmeldungen, wie die 54-Jährige berichtet: „Eine ältere Frau hat uns gesagt, sie wäre ohne ihre Katze bereits gestorben, denn mit dem Haustier sei sie nicht allein.“

Die Tierhilfe braucht Geld für Renovierung

Der Verein lebt von Spenden und Mitgliedsbeiträgen. Er hat mehr als 100 Mitglieder. Die Ehrenamtlichen veranstalten beispielsweise Flohmärkte, um Geld zu sammeln. „Wir sind stolz darauf, dass wir bislang alles aus eigener Kraft finanzieren konnten“, sagt Annette Schaum. Doch gerade kämen die Vereinsmitglieder finanziell an ihre Grenzen. In jüngster Zeit mussten eine Mauer stabilisiert und alte Leitungen erneuert werden. Außerdem wurden die Heizung und ein Dach ausgetauscht. Nun muss der Verein Bestimmungen des Veterinäramts nachkommen: Dazu ist es nötig, die Futterküche sowie die Quarantänestation zu erneuern. In der Futterküche soll unter anderem ein Edelmetallschrank angeschafft werden, in den keine Mäuse mehr kommen.  Wie in der Futterküche wird auch in der Quarantänestation eine Arbeitsfläche aus Edelstahl gebraucht. Deshalb ist die Tierhilfe in diesem Jahr Projektpartner der GZ-Weihnachtsaktion.

Alles zur GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“


Helfen Mit Veranstaltungen können Sie die Projekte der GZ-Weihnachtsaktion unterstützen. Möglich sind beispielsweise Konzerte, Kabarett-Abende, Benefiz-Essen, Basare, Partys oder Tombolas – zum Beispiel im Betrieb oder im Verein.

Geldspenden Sie können entscheiden, ob Sie für alle Projekte spenden oder für einzelne.

Die Spendenkonten sind: Kreissparkasse Göppingen IBAN: DE24 6105 0000  0006 0770 99 Volksbank Göppingen IBAN: DE14 6106 0500 0608 0000 00 Jeder Spender wird in der GEISLINGER ZEITUNG genannt und erhält auf Wunsch eine Spendenbescheinigung (bitte Adresse angeben). Anonyme Spenden sind auch möglich (dies bitte auf der Überweisung vermerken).

Sachspenden Auch für die Tombola der GEISLINGER ZEITUNG beim Weihnachtsmarkt in der Geislinger Altstadt vom 13. bis 15. Dezember sind wir wieder ganz stark auf Ihre Unterstützung angewiesen. Verlost werden sowohl Sachspenden als auch Gutscheine. Unsere Sekretärinnen bitten momentan Geschäftsleute aus Geislingen und Umgebung telefonisch um Unterstützung. Wer etwas spenden möchte, kann sich gerne beim Redaktionssekretariat melden unter der Rufnummer ☎ (07331) 202 42.

Kontakt Bei allen Fragen und Ideen rund um die GZ-Weihnachtsaktion „Gemeinsam geht’s besser“ können Sie sich an den GZ-Volontär Michael ­Scheifele wenden. Kontakt: ☎ (07331) 202 64 oder per E-Mail: m.scheifele@swp.de