500 Jobs sind schon weg. Nun kommt die nächste Hiobsbotschaft für die Beschäftigten bei der Fysam Auto Decorative GmbH in Böhmenkirch (Kreis Göppingen): Der Automobilzulieferer auf der Alb will im Rahmen seines strikten Sanierungskurses bis zu 170 weitere Stellen streichen. Damit würde die Zahl der Beschäftigten seit August von ehemals 1900 auf nur noch 1230 Mitarbeiter sinken.

Die Geschäftsführung hat ihre Pläne auf einer Betriebsversammlung am Donnerstagnachmittag in Steinheim bekanntgegeben. Der Personalabbau beim angeschlagene Hersteller von Zierleisten und Dachreelings soll im Rahmen eines vom Betriebsrat bereits unterzeichneten Interessenausgleichs und Sozialplans erfolgen. Darin werden den Betroffenen Aufhebungsverträge angeboten. Wer unterzeichnet, bekommt als Abfindung 0,7 Monatsgehälter pro Beschäftigungsjahr. Um einen sozialen Ausgleich für die unteren Lohngruppen zu schaffen, liegt die Mindestgrenze der Abfindung bei 1600 Euro.

Fysam: Erst Aufhebungsverträge, dann Kündigungen

Reichen die Aufhebungsverträge nicht aus, kommt es zu Kündigungen. Hier entscheiden im Rahmen einer Sozialauswahl Kriterien wie Dauer der Betriebszugehörigkeit, Alter, Unterhaltspflicht sowie Schwerbehinderung darüber, wer gekündigt wird und wer nicht. Von den 500 Stellenstreichungen zuvor waren vor allem Leiharbeiter betroffen. Außerdem wurden befristete Arbeitsverträge nicht verlängert und bereits etliche Aufhebungsverträge unterzeichnet.

Fysam (ehemals SAM beziehungsweise Binder Group) ist eine 100-prozentige Tochter des chinesischen Konzerns Fuyao, einem der weltweit führenden Hersteller von Autoglas.

Einen ausführlichen Artikel zum Stellenabbau bei Fysam lesen Sie am Samstag, 25. Januar, in der GEISLINGER ZEITUNG und bei SWP Plus.