Dass sich der Benefiz-­Ultralauf auf dem Albtraufgängerweg innerhalb eines Jahres so entwickeln würde, hätten sich die Veranstalter nicht erträumt: Bereits die Premiere am 12. Mai 2018 war mit 163 Voranmeldern ein Erfolg. Dieses Mal waren die anfänglichen 250 Startplätze für die beiden Strecken des Alb-Traum100 und des Halb-Traum innerhalb von zwei Wochen ausgebucht. Kurzerhand wurden 20 Zusatzplätze geschaffen.

115 Kilometer (Alb-Traum100) und 57 Kilometer (Halb-Traum)

Am Samstag werden knapp 100 Starter die Langdistanz – 115 Kilometer, 3400 Höhenmeter – in Angriff nehmen; dafür haben sie 24 Stunden Zeit. Die Halb-Traum-Strecke – 57 Kilometer, 1700 Höhenmeter – wollen doppelt so viele Teilnehmer schaffen. Die zur Verfügung stehenden 19 Stunden Zeit ermöglichen es, die Distanz auch zu wandern.

Veranstalter: Spenden-Betrag wird höher ausfallen als 2018

Für die acht Organisatoren des gleichnamigen Vereins AlbTraum­100 steht der Benefiz-­Aspekt des Laufs im Vordergrund. Rund 50 Spender unterstützen direkt mit Geld- und Sachspenden. An die 100 Helfer sind am Veranstaltungstag im Einsatz, um die Teilnehmer mit den gespendeten Lebensmitteln zu versorgen. Der gespendete Vorjahresbetrag in Höhe von 20 000 Euro für soziale Projekte im Kreis Göppingen wird dieses Jahr höher ausfallen, teilen die Veranstalter mit. Unterstützt werden wie im Vorjahr der Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser und das stationäre Hospiz des Landkreises Göppingen, die Bergwacht Geislingen-Wiesensteig, das Gutscheinheft der Stadt Geislingen für bedürftige Menschen, die DLRG-­Ortsgruppe Bereitschaftspolizei Göppingen und die Aktion „Gemeinsam geht’s besser“ der GEISLINGER ZEITUNG sowie erstmals die Arbeiterwohlfahrt und die Kreisvereinigung „Leben mit Behinderung“.

Kombiwertung: Citylauf und Halb-Traum

Im Schulterschluss mit dem DEE-Citylauf, der am Freitag stattfindet, wird als weiteres Projekt gemeinsam der Leichtathletikkreis Göppingen für seine Jugendarbeit unterstützt. Dazu gibt es eine Kombiwertung: Wer die fünf Kilometer beim Citylauf und den Halb-Traum als schnellstes absolviert, wird zur Kaiserin und zum Kaiser vom Helfenstein gekürt.

Musik im Stadtpark

Für die Organisatoren ist es aber am wichtigsten, dass alles reibungslos läuft und alle wieder gesund im Ziel ankommen. Die Strecke hat es in sich, gilt es doch einige kräftezehrende Anstiege auf kniffligen Pfaden zu bewältigen. Start der Alb-Träumer ist um 4 Uhr an der Jahnhalle; die Halb-­Träumer gehen um 9 Uhr auf die Strecke – gegen 14 Uhr werden die ersten Läufer im Ziel, wieder an der Jahnhalle, erwartet.

Bürgermeister Frank Dehmer will die Strecke wandern

Etwas länger wird vermutlich Oberbürgermeister Frank Dehmer auf der Strecke sein. Begeistert von der Veranstaltung hat er mit der Schlater Bürgermeisterin Gudrun Flogaus und Isabell Noether, Geschäftsführerin der Erlebnisregion Schwäbischer Albtrauf, ein Team zusammengestellt, um die Strecke gemeinsam zu wandern. Dehmer: „Ich glaube, das wird ein unvergesslicher Tag. Wir werden kämpfen und versuchen während der vielen Stunden auf einem der schönsten Wander­wege in Deutschland unseren Spaß zu haben.“

Mit den ersten Alb-Träumern wird ab 16 Uhr gerechnet. Bewirtung ist ab Samstagnachmittag in der Halle; bei schönem Wetter ist der Biergarten geöffnet. Dort spielt von 18 bis 20 Uhr die Gruppe „Campfire“, danach „Checkie Brown“. Bei schlechtem Wetter wird das Konzert in die Jahnhalle verlegt. Mehr zu Strecke und Programm auf alb-traum-100.de

Beobachtungspunkte für Zuschauer


Wer die Läufer anfeuern will, hat viele Möglichkeiten. Prägnante Punkte sind unter anderem: Hiltenburg, Kreuzkapelle oberhalb von Gosbach, Filsursprung, Reußenstein, Weg von den Eckhöfen zum Bossler, Weg von Aichelberg zum Gairenbuckel und am Ende kurz vor Geislingen hinab vom Helfenstein.  Die Halbträumer passieren nach Ave Maria den Hexensattel und den Aufstieg zur Hausener Wand, um am Kuchberg wieder auf die Originalstrecke einzubiegen.