Die Zahl der Arbeitslosen in Ostwürttemberg ist im September nur geringfügig gesunken. Aktuell sind 8242 Personen bei der Arbeitsagentur und in den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das sind zwar 178 Personen oder 2,1 Prozent weniger als noch im August, aber 707 Arbeitslose (9,4 Prozent) mehr als noch vor einem Jahr. Damit fiel die Entwicklung schlechter aus als im Land. Dort sank die Arbeitslosigkeit gegenüber dem Vormonat mit 3,3 Prozent deutlich stärker. Auch gegenüber dem Vorjahr ist die Arbeitslosigkeit im Agenturbezirk doppelt so stark angestiegen wie im Landesdurchschnitt (4,7 Prozent).

Besonders auffällig ist im September der Zugang von Arbeitslosen aus Erwerbstätigkeit. Mit 1235 Personen fiel dieser um 180 Personen oder 12,5 Prozent höher aus als noch vor einem Jahr und erreicht damit fast den Wert des Rekordjahres 2015 mit 1249 Arbeitslosmeldungen aus Arbeit.

Ludwigsburg

Besser als im Land

„Positiv zu verzeichnen ist,“ so Elmar Zillert, „dass 952 Personen im September ihre Arbeitslosigkeit durch Aufnahme einer neuen Beschäftigung beenden konnten.“ Dies sind 265 Personen oder 38,6 Prozent mehr als noch im August und entspricht mit einem Plus von 2,5 Prozent annähernd dem Vorjahreswert. „Hier zeigt sich in Ostwürttemberg eine bessere Entwicklung als im Land.“

Die Arbeitslosigkeit hat im September gegenüber dem Vormonat nahezu im gesamten Agenturbezirk leicht abgenommen. Den größten Anteil daran hat die Region Schwäbisch Gmünd mit einem Minus von 95 Arbeitslosen oder 3,5 Prozent. Es folgen der Raum Aalen mit minus 2,3 Prozent, Heidenheim mit minus 1,9 Prozent und Ellwangen mit minus 0,9 Prozent. Lediglich in Bopfingen stieg die Zahl der arbeitslos gemeldeten Menschen um 19 auf aktuell 433 an.

Im Vormonatsvergleich entwickeln sich beide Landkreise fast parallel. So ging die Arbeitslosigkeit im Ostalbkreis um 2,3 Prozent und im Kreis Heidenheim um 1,9 Prozent zurück. Verglichen mit dem Vorjahr stieg die Arbeitslosigkeit im Kreis Heidenheim mit einem Plus von 12,6 Prozent deutlich stärker an als im Ostalbkreis mit einem Anstieg von 7,7 Prozent.

Kreis Ludwigsburg

Wie erwartet haben im September die Jugendlichen am meisten vom Arbeitsmarkt profitiert. 964 Personen unter 25 Jahren sind bei der Arbeitsagentur und den Jobcentern arbeitslos gemeldet. Das sind 135 oder 12,3 Prozent weniger als noch im Vormonat. „Doch“, so Zillert, „das darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass ihre Zahl im Vorjahresvergleich um 14,4 Prozent angestiegen ist.“

„Drastisch ist im Berichtsmonat September die Zahl der neu gemeldeten Stellen gesunken“, muss Elmar Zillert vermelden. 1072 Stellen wurden den Vermittlungsfachkräften der Arbeitsagentur und der Jobcenter gemeldet. Das sind 27 Prozent weniger als noch im August. Doch verglichen mit dem Vorjahr liegt man noch leicht im Plus (0,5 Prozent). In Baden-Württemberg ging die Zahl der neuen Stellen im Vormonatsvergleich deutlich geringer, nämlich um 17,3 Prozent, zurück. Betrachtet man hingegen die Werte des Vorjahres, so wurden im Land 12,4 Prozent weniger neue Vermittlungsaufträge erteilt.

„Gerade auch in dieser Phase bieten wir den Betrieben unserer Region intensive Beratungen über Unterstützungs- und Fördermöglichkeiten an“, schließt Zillert seine Ausführungen. „Insbesondere die vielfältigen Möglichkeiten nach dem Qualifizierungs- und Chancengesetz sind vielen Firmen noch nicht bekannt.“

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Die wichtigsten Zahlen in Kürze


Arbeitslosenzahl
Ostwürttemberg: 8242
(Vorjahresmonat: 7535)
Ostalbkreis: 5272
(Vorjahresmonat: 4897)
Landkreis Heidenheim: 2970
(Vorjahresmonat: 2638)

Arbeitslosenquote
Ostwürttemberg: 3,3 %
(Vorjahresmonat: 3,0 %)
Ostalbkreis: 3,0 %
(Vorjahresmonat: 2,8 %)
Landkreis Heidenheim: 4,1 %
(Vorjahresmonat: 3,6 %)