Unter Oliver Zapel war Markus Lang für die Dauer von 22 Spielen Co-Trainer. Unter der Regie des Trainergespanns Mike Sadlo und Heiner Backhaus stand Lang für die Dauer von drei Partien ebenfalls in der zweiten Reihe. Nach dem Rauswurf von Sadlo und Backhaus übernimmt der 43-Jährige nun beim Fußball-Drittligisten SG Sonnenhof-Großaspach die Regie als Interimstrainer.

Am Donnerstag stand für ihn in der neuen Rolle vor dem Punktspiel gegen den FC Hansa Rostock am Samstag die erste Pressekonferenz an. Lang gab sich zuversichtlich, dem Gast die Stirn bieten zu können. Hansa sei zwar eine „sehr giftige Truppe“ und „kann den Ball vom eigenen Tor fernhalten“, doch die Aufgabe sei für den Dorfklub machbar. Der neue Aspacher Coach erwartet ein „Spiel auf Augenhöhe“ und hofft, dass die vom Abstieg bedrohte Mannschaft morgen mit einem Sieg „eine kleine Serie“ startet und in eine „Positivspirale“ kommt.

Von der Qualität seiner Mannschaft ist der Interimscoach überzeugt. Er spricht vom „Beginn einer neuen Zeitrechnung“ und macht klar, dass nach der Übernahme des Teams durch ihn „die Tabelle wieder auf null gestellt wird“. Noch 15 Spiele seien zu absolvieren. Langs Ziel ist ein Platz in der Region um Rang acht und damit natürlich auch der sichere Klassenerhalt. Er möchte durch sein Engagement auf jeden Fall „Licht ans Ende des Tunnels bringen“.

Offiziell als Trainer sind dem gebürtigen Lauffener jedoch regeltechnische Grenzen gesetzt. Lang darf die erste Garnitur des Dorfklubs offiziell nur 15 Werktage trainieren, denn ihm fehlt der Fußballlehrerschein. Der Sportfachwirt hat zwar die Aufnahmeprüfung dafür bestanden, aber ihm wurde im zurückliegenden Jahr keiner der begehrten Kurs­plätze zugewiesen. Lang startet nun einen neuen Anlauf, die UEFA Pro Licence zu erwerben. Derzeit wartet er auf eine positive Nachricht vom Deutschen Fußball Bund.

Formell ließe sich in Aspach das Problem lösen. Dazu fiel am Donnerstagnachmittag auch das Wort „Strohmann“. Wen der Verein dafür aus dem Hut zaubern könnte, ist aber noch völlig offen. Viel wichtiger ist für die Verantwortlichen jetzt, dass Siege eingefahren werden, sonst ist das Abenteuer dritte Liga nach sechs Jahren zu Ende. Davon will man beim Tabellenvorletzten aber nichts wissen.

Noch keine Umstellungen

Personell unverändert geht die Mannschaft ins nächste Spiel. Der neue Trainer freut sich, dass nach einigen weniger schönen Szenen mit seinen Vorgängern der eine oder andere Spieler nun wieder ein Lächeln im Gesicht hat. Markus Lang zeigt sich überzeugt von seinem Team, räumt aber ein, dass manche der „Jungs Anfang 20“ hin und wieder etwas „Anleitung“ benötigen. Er plädiert dafür, dass sich seine Talente frei entfalten können und spricht dabei von persönlichem „Spielraum“. „Wenn da aber etwas nicht passen sollte, bekommen manche hin und wieder von mir auch einen Arschtritt“, schränkt er ein. Sofern berechtigt, möchte der neue Trainer des Dorfklubs aber auch nicht mit Lob sparen.

Info


SG Sonnenhof-Großaspach – FC Hans Rostock, Samstag, 14.00 Uhr