Im Gaildorfer Rathaus hat sich am Dienstagabend der Elternbeirat der Parkschule mit Bürgermeister Frank Zimmermann getroffen. Mit dabei waren auch Parkschulrektorin Elke Häußler, Jugendreferentin Pia Dahlinger sowie Vertreter der im Gemeinderat vertretenen Fraktionen. Gemeinsam sollte nach Maßnahmen und Lösungen gesucht werden, wie der ausgeuferte Hol- und Bringdienst von Eltern am Schulzentrum entweder eingedämmt oder wenigstens in geordnete Bahnen geleitet werden kann.

Gaildorf

Eltern bringen ihre Kinder bis vor die Schultüre

Viele Eltern möchten ihren Nachwuchs mit dem Auto möglichst bis vor die Schultüre transportieren. Das schafft ein Gefahrenpotenzial für andere Kinder, die in den betroffenen Zonen zu Fuß unterwegs sind. Auf der Basis einer von Elternbeiratsvertreterin Andrea Weller erstellten Präsentation wurde über Lösungsvorschläge gesprochen. Dabei wurden drei Bereiche besonders beleuchtet: die Situation an der Zufahrt zur Mensa, der Eingang zum Schulgelände beim Rathaus und der Schulweg im Bereich der Hölderlinstraße. Für letztere und damit auch für die Verkehrssituation in der Hager-Siedlung kann sich Bürgermeister Frank Zimmermann die Ausweisung einer Anwohnerzone vorstellen. Wer kein Anlieger ist, hätte dann mit seinem Auto dort nichts mehr verloren. Der Ordnungsdienst der Stadt, so Zimmermann mit Unterstützung seiner Referatsleiterin Nadine Fischer, könnte dies überwachen und notfalls „Knöllchen“ verteilen. Für Frank Zimmermann kommt für die Zufahrt zur Mensa eine weitere Option aus der Vorschlagsliste des Elternbeirates in Betracht. Der Gaildorfer Bürgermeister kann sich vorstellen, als Sofortmaßnahme versenkbare Poller zu installieren. Dann würden wirklich nur noch die Berechtigten zur Mensa oder zum Heizkraftwerk fahren können. Die Elterntaxis blieben ausgesperrt.

Nach den vom Bürgermeister „auf die eigene Kappe“ genommenen Sofortmaßnahmen sind die Stadträte am Zug. In der nächsten Sitzung des Technischen Ausschusses des Gemeinderates soll am 15. Januar über das weitere Vorgehen beraten werden. Parallel dazu möchte sich Ordnungsamtsleiterin Nadine Fischer bemühen, die eigentlich erst für den Sommer geplante Verkehrsschau mit Vertretern des Landratsamtes terminlich vorzuziehen.

Stationärer Blitzer

Dabei dürfte auch die Installa­tion einer stationären Geschwindigkeitsüberwachungsanlage in der Schloss-Straße wieder thematisiert werden. Bürgermeister Frank Zimmermann verspricht sich viel von einem Blitzer. Das System könnte vor allem den aus Winzenweiler talwärts in die Stadt rollenden Lkw-Verkehr verlangsamen und das Gefahrenpotenzial in der Nähe der Schule mindern.

Was andere Lösungen wie Schranken betrifft, mahnte Stadtrat Matthias Rebel zur Umsicht. Dazu sollte man zum gegenwärtigen Zeitpunkt besser keine Versprechungen machen. Die Fachgremien müssten die Auswirkungen einer entsprechenden Installation prüfen. Rebel erinnerte an die Schranke beim Gaildorfer Ärztehaus, die schon einigen Passanten auf den Kopf gefallen sei. Trotz geringfügiger Bedenken waren sich vorgestern Abend aber alle einig, am Thema dranzubleiben und geeignete Maßnahmen zum Schutz der Schulkinder möglichst schnell umzusetzen.