Unterhaltung Nervenkitzel bei der Zirkus-Vorführung in Ehingen

Den Atem des Tigers spüren: Raubtiernummer des Zirkus’ Knie beim Auftritt in Ehingen.
Den Atem des Tigers spüren: Raubtiernummer des Zirkus’ Knie beim Auftritt in Ehingen. © Foto: Kirsch
Ehingen / Christina Kirsch 20.08.2018
Eine tolle Show mit einer gelungenen Mischung aus Nervenkitzel und Unterhaltung bot der Zirkus Charles Knie bei seinem Gastspiel in Ehingen.

Artistik auf höchstem Niveau, ein sympathischer Clown, Va­ri­e­té und eine Raubtiernummer – das waren die Attraktionen des Zirkus’ Charles Knie bei seinem Gastspiel. Der Zirkus bot eine rasante, lustige und beeindruckende Show, die in Ehingen auch ihr Publikum fand.

Außer Nervenkitzel hatte der Zirkus bei seinem zweitägigen  Gastspiel auch den Clown Henry im Programm, dem sofort die Herzen der Zuschauer zuflogen. Der „Prinz der Clowns“ suchte sich unter den Zuschauern ein Orchester zusammen und dirigierte seine „Freiwilligen“ gekonnt. Mit großer Musikalität und einer vielsagenden Mimik wusste er das Publikum für sich zu gewinnen. Alle lachten, als er einer Dame einen großen roten Herzluftballon entgegen hielt, der bei einem Herrn schlagartig zu einer schrumpeligen Hülle zusammenschnurrte. Als Könige der Lüfte und Trampolin-Artisten traten die Wulber Brothers auf, die als Blues Brothers verkleidet irre Sprünge vollführten. Als „Flying Wulber“ wirbelten die Athleten aus Italien, Chile, Venezuela und Bulgarien mit Pirouetten, Sprüngen und Würfen durch die Lüfte. Handstandartistik und Rollschuhartistik, Tanz und Jonglage bereicherten das Programm. Mit mehreren Tiernummern trat Marek Jama auf. Er war dafür beim Zirkusfestival in Monte Carlo ausgezeichnet worden. In Ehingen zeigte der Tierlehrer Dressuren von Zebras, Kamelen, Lamas und verschiedenen Rinderarten. Bei der Pferdedressur tanzten die edlen Vollblüter und stiegen gemeinsam auf die Hinterbeine.

Preisgekrönter Dompteur

Mit Alexander Lacey hatte sich der Zirkus eine gemischte Raubtiernummer ins Programm geholt. Vor und nach ihrem Auftritt lagen die männlichen und weiblichen Löwen faul in ihren Käfigen hinter dem Zirkuszelt. Als sie aber auf ihren Podesten saßen oder sich in der Manege in eine Reihe legten, folgten sie den Anweisungen ihres preisgekrönten Dompteurs aufs Wort, allerdings nicht ohne gelegentlich ein drohendes Fauchen abzugeben.

Nach seinem sechsjährigen Engagement in den USA ließ sich der Dompteur vom Zirkus Charles Knie verpflichten. Welchen Rang der Brite unter der Artisten-Schar hat, sah man auch an seinem Luxus-Wohnwagen, der unter den anderen Wohnwagen herausstach. Alexanders Bruder Martin arbeitet ebenfalls mit Raubtieren beim Zirkus Krone.

Der Vater der beiden Brüder besitzt in England einen Zoo und züchtet Löwen und Tiger. Im Ehinger Programm näherte sich Alexander Lacey einem Löwen hautnah und „küsste“ ihn auf das Maul. Jedes Tier bekam eine Streicheleinheit oder einen Klaps.

Mit dem Besucherzuspruch zeigte sich Pressesprecher Patrick Adolph sehr zufrieden. Die Vorführungen in Ehingen waren gut besucht. An den beiden Tagen zeigten sich in Ehingen keine protestierenden Tierschutzorganisationen.

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