Unternehmen Halder in Dettingen ist stark gewachsen

Besuch bei der Firma Halder in Dettingen: IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich, Präsident Joachim Krimmer, Bernd Halder, OB Alexander Baumann, Alexandra Halder und Halder-Mitarbeiter (von links).
Besuch bei der Firma Halder in Dettingen: IHK-Hauptgeschäftsführer Dr. Tobias Mehlich, Präsident Joachim Krimmer, Bernd Halder, OB Alexander Baumann, Alexandra Halder und Halder-Mitarbeiter (von links). © Foto: Christina Kirsch
Dettingen / Christina Kirsch 13.09.2018
Die Firma Elektro Halder ist stark gewachsen. Gestern waren Vertreter der Handwerkskammer in Dettingen zu Besuch.

Bernd Halder ist ein Mann, dem die Energie aus jeder Pore strömt. „Und schwätzen kann ich auch“, meinte der 48-Jährige am Donnerstag selbstbewusst, als er seinen Betrieb zwei Vertretern der Ulmer Handwerkskammer und Oberbürgermeister Alexander Baumann vorstellte.  Die Fakten, die Halder präsentierte, waren beeindruckend. Die Firma beschäftigt 50 Mitarbeiter und bildet acht Lehrlinge aus.  Im Fuhrpark stehen zehn LKW und zehn Bagger. „Die Auftragslage ist sehr gut“, berichtete der Chef.

Betrieb wird ständig erweitert

Elektro Halder ist in der Kabel- und Telekommunikationsmontage tätig. Bernd Halder hat den Betrieb 2007 von seinem Vater übernommen und ständig erweitert. Die jüngste Erweiterung geschieht derzeit auf dem Gelände des ehemaligen Spielwarengroßhandels Gebauer. „Herr Luczak, dem der Handel gehörte, hat dieses Jahr an uns verkauft und ist jetzt hier Lagerleiter“, sagte Bernd Halder. Luczak sitzt quasi noch auf seinem alten Schreibtischstuhl am alten Arbeitsplatz und wacht jetzt nicht mehr über Bastelbedarf und Teddybären, sondern über Kabelgebinde.

„Und oben in der Halle bauen wir jetzt so eine kleine Lehrwerkstatt ein“, erklärte Halder die Arbeitsgeräusche, die aus dem ersten Stock an die Ohren der Besucher drangen. Auch die Fläche des gegenüberliegenden  einstigen Autohauses Felix Müller hat Halder dazugekauft. „Wir brauchen Platz für unseren Fuhrpark“.

Autos bald mit Elektroantrieb

Auf dem Gebauer-Gelände laufe derzeit eine Bauanfrage für eine Photovoltaikanlage, die alle firmeneigenen Autos mit Strom versorgen soll, erläuterte Halder. „Wir wollen alle unsere Autos innerhalb der nächsten zwei Jahre auf Elektroantrieb umstellen“, sagte Halder, dessen Betrieb auch Ladesäulen installiert. Die nächste wird an der Tankstelle Späth aufgebaut werden. Eine Besonderheit der geplanten Photovoltaikanlage wird sein, dass man mit dem erzeugten Strom auch wird heizen können.

Dr. Tobias Mehlich, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Ulm, war davon angetan, dass die Firma Halder bestehende Grundstücke für die Betriebserweiterung aufkauft und nicht zusätzliche Flächen versiegelt.

Elektro Halder hat mehrjährige Verträge mit der Stadt zur Wartung und Bau von Stromanlagen und überbaut beispielsweise alte Verteiler für den Anschluss ans Glasfasernetz. „Man spürt den hohen Anspruch und wir kennen Ihre Flexibilität“, lobte Alexander Baumann.

Mitarbeiter aus 13 Nationen

Der Firmenchef setzt in seinem Betrieb auf die  Zusammenarbeit von Menschen aus 13 Nationen und wendet sich vehement gegen jegliche Diskriminierung. In Halders Außenstelle „Halder & Sinn“ in Machtolsheim beschäftige er einen jungen Mann aus dem Senegal. Mit diesem Mitarbeiter sei er genauso zufrieden wie mit seinem syrischen Lehrling.

Positiv aufs Image seines Betriebs wirke sich Ehingens Motto „Nachhaltige Stadt“ aus, sagte Bernd Halder. „Wir werden da in Zukunft auch einen Nachhaltigkeitspreis ausloben“, kündigte der Oberbürgermeister in diesem Zusammenhang an. Handwerkskammer-Präsident Joachim Krimmer fragte nach, wie Halder Lehrlinge finde und Mitarbeiter halte.

„Wir machen viel über die sozialen Medien und Mundpropaganda“, antwortete der Chef. „Und wir halten uns an den Tarifvertrag und zahlen hohe Löhne.“ Auch die Zukunft der Firma scheint in familiärer Hand zu bleiben: Sohn Moritz (20) studiert Elektrotechnik und Tochter Christina (17) geht aufs sozialwissenschaftliche Gymnasium in Ehingen.

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