Schon die erste Talent-Parade im vergangenen Jahr, damals am Abend von Fronleichnam, hatte bei den Emerkinger Musikertagen das Festzelt bis zum Anschlag gefüllt. Der musikalische Wettstreit in der zweiten Auflage fand jetzt zum Abschluss des Traditionsfestes am Sonntagabend bis in die Nacht hinein statt.

Musikfreunde und scharenweise Fans der teilnehmenden Blasorchester belagerten das Zelt, feuerten ihre „Musikanten“ vor jedem Stück begeistert an und spendeten nach jedem Musikbeitrag rauschenden Applaus. Mit von der Partie waren heuer die Musikkapellen aus Attenweiler, Wilsingen und Reutlingendorf. Erneut gab es von der Berg Brauerei für Platz zwei und drei jeweils 500 Euro und für die Sieger ein Preisgeld in Höhe von 700 Euro samt dem Wanderpokal, einem mit Bier gefüllten Fünf-Liter-Steinkrug. Wer als Sieger aus dem Wettbewerb hervorging, stand zu Redaktionsschluss aber noch nicht fest.

Fest stand zu dem Zeitpunkt aber, dass Stefan Reisacher, Frontmann der Kultband „PommFritz“, den musikalischen Wettstreit erneut moderierte – und um keinen witzigen Spruch verlegen war. Als Jury fungierten Alt-Landrat Heinz Seiffert, Reiner Mäder, Dirigent des Musikvereins Allmendingen, des Siegers aus dem vergangenen Jahr, sowie Oliver Doneck, Dirigent der Musikkapelle Emerkingen. Die Bewertung der Jury als Ganzes und die Bewertung des Publikums gab letztlich – in der Gewichtung gleichwertig – den Ausschlag, welche der drei Gruppen in der Schlusswertung die Nase vorn hatte.

Schad lockt Besucher

Erwartungsgemäß voll besetzt war das Festzelt am Sonntagvormittag beim Frühschoppen mit „Peter Schad und seinen Oberschwäbischen Dorfmusikanten“. Die Bierbänke vor der Bühne waren allesamt belegt, von dort aus konnten die Besucher die Musik, jede Menge Witze und Anekdoten von Schad genießen. Das Publikum wiederum bedankte sich mit Lachern und Beifall. Die Helfer der Musikkapelle Emerkingen schafften währenddessen geradezu im Akkord, um die mit Bratwürsten oder Braten gefüllten Teller ohne unnötige Verzögerungen an die Tische zu servieren.

Zum Kaffeeplausch am Nachmittag bot die Musikkapelle Pflummern schwungvolle Klänge und verbreitete beste Stimmung. Mit jeder Stunde wurde zudem das Wetter besser und die aufgestuhlten Tischreihen im Außenbereich füllten sich mit Besuchern. Die Musikerfrauen hatten mehr als 60 Kuchen und Torten gebacken.

Gut gefüllt war das Festzelt auch zum Startschuss in die Musikertage am Mittwoch bei der Trachten-Nacht mit der Partyband „Muckasäck“ aus dem Allgäu. An Fronleichnam standen das Kinderfest sowie danach Blasmusik auf dem Programm, parallel dazu fand der erste Radlertreff mit einem BMX- und E-Bike-Parcours statt.

Die urige „Let’s go 90-Party“ am Freitagabend mit DJ „D’r Graf vom Bussa“ erwies sich in der zweiten Auflage als Volltreffer. „Die Partygäste tanzten, sangen und jubelten. Es war sensationell“, sagte Peter Pflug am Sonntag im Gespräch. Wie der Musikerchef andeutete, werde man den Partyabend angesichts der großen Resonanz wohl auch im nächsten Jahr ins Programm der Musikertage nehmen.

Mit dem Ablauf der viertägigen Großveranstaltung zeigte sich Peter Pflug hochzufrieden. „Unsere Mitglieder, deren Angehörige und viele Freunde haben supertoll mitgezogen. Das war wieder eine echte Gemeinschaftsleistung.“ Rund 350 Arbeitsdienste habe das Helferteam, das aus 120 Freiwilligen bestand, in diesem Jahr geschultert.

350


Arbeitsdienste hat das Helferteam, das aus 120 Freiwilligen bestand, in diesem Jahr geschultert, um die Veranstaltungen während der Musikertage Emerkingen möglich zu machen.