Um Klarheit über die spätere Berufswahl zu erlangen, wechseln die 15- bis 16-Jährigen des Johann-Vanotti-Gymnasiums für eine Woche von der Schulbank ins Berufsleben zu einem Arbeitgeber ihrer Wahl. Vom Chirurg  über Tierarzt und Medienmanager bis hin zum Braumeister war ein breites Spektrum vertreten. Anders als in der Schule mussten die Schüler im Arbeitsalltag die ganze Zeit aktiv dabei sein und konnten sich zwischendurch nicht mal zurücklehnen: „Anstrengend, ich muss den ganzen Tag arbeiten,“ antwortete ein Schüler auf die Frage, wie ihm das Praktikum gefalle.

Vielen machte die Woche Spaß und brachte ihnen aufschlussreiche Erfahrungen. Jedoch hatten manche Schüler wenig zu tun oder waren mit ihrer Arbeit überfordert. Aufgaben wie das Brauen eines eigenen Bieres, Verfassen eines Zeitungsartikels oder Bauen eines Architekturmodels kamen bei den Jugendlichen besonders gut an. Manche Schüler können sich sogar vorstellen, später das Berufsbild ihrer Praktikumsstelle anzustreben.

Lejla war begeistert von ihrem Praktikum in der Kanzlei Ege und Hess. Bei den Rechtsanwälten durfte sie Akten sortieren und Verhandlungen beobachten. „Der Beruf ist viel anstrengender als gedacht, man nimmt viel Arbeit mit nach Hause.“ Dennoch kann sich die Zehntklässlerin vorstellen, diesen Beruf später zu wählen, auch wenn sie sich noch nicht völlig sicher ist. In ihrem Praktikum habe sie sich sehr wohl gefühlt, da alle Leute in der Kanzlei sehr nett zu ihr gewesen seien.

Lea machte ihr Praktikum im Architekturbüro Glöckler-Frei. Auch sie war mit ihrem Praktikumsplatz zufrieden. Besonders viel Spaß habe es ihr gemacht, eigene Entwürfe anfertigen zu dürfen. „Ich hätte nicht gedacht, dass der Beruf so abwechslungsreich ist. Man braucht dafür auf jeden Fall viel Kreativität“.

Annika gefiel es im Ehinger Buchladen ebenfalls ganz gut, aber sie stellt sich für ihr späteres Leben etwas anderes vor: „Ich möchte lieber etwas mit Kindern machen.“ Am Beruf gefalle ihr, dass sie mit Büchern arbeiten könne.

Wir, Janne Geyer und Achim Mattenschlager, machten unser Praktikum bei der SÜDWEST PRESSE in Ehingen. Wir durften viele Artikel verfassen, unter anderem auch diesen, was uns viel Spaß bereitete. Außerdem führten wir Umfragen durch und besuchten Gerichtsverhandlungen, um danach bei der Entstehung des Berichts mitzuhelfen. Über den Aufbau einer Zeitung und die Arbeit in einer Redaktion lernten wir einiges und wurden sehr nett im Redaktionsteam aufgenommen. „Die Woche ging viel zu schnell vorbei“, findet Janne.