Jede Menge los war gestern bei der Bildungsmesse, die das Ehinger Johann-Vanotti-Gymnasium (JVG) zusammen mit dem Rotary-Club Ehingen-Alb-Donau alle zwei Jahre veranstaltet. Für gute Stimmung sorgte gleich zu Beginn die JVG-Big-Band, die unter der Leitung von Simon Föhr die mitreißenden Stücke „Street life“, „Birdland“ und „RVA all day“ spielte. Beim Letzteren hat Jan Rieger gerappt und die Besucher mit einen Salto überrascht.

Schulleiter Tobias Sahm bezeichnete die Messe als eine Schnittstelle zwischen Schule und dem wirklichen Leben. Dr. Susanne Tries vom Rotary-Club begrüßte die Schüler und Eltern zusammen mit dem Präsidenten des Rotary-Clubs, Frank Wirtz, und verwies darauf, wie wichtig die Wahl des Berufs ist. Tatsächlich nutzten viele Schüler der Klassen 9 bis 12 die Gelegenheit, bei der Veranstaltung mit Vertreten von Unternehmen, Universitäten und Hochschulen aus verschiedenen Bereichen ins Gespräch zu kommen.

Die Zehntklässler Maikl Nabok und Timo Birkle haben als Erstes den Stand der Firma Liebherr angesteuert. „Ich interessiere mich für Maschinenbau“, sagte Maikl (16), der die Krane der Firma von zu Hause aus sehen kann. Schon immer habe es ihn fasziniert, wie diese aufgebaut werden. Im Gespräch mit Jan Walter von der Firma Liebherr erfuhr er, dass man für Maschinenbau in Naturwissenschaften und besonders in Mathe gut sein muss. Auch Timo Birkle (16) könnte sich die Fachrichtung Maschinenbau vorstellen. Den direkten Austausch bei der Messe schätze der Ehinger: „Es ist viel persönlicher und besser, als sich über die Homepage zu informieren.“

„Tolle Plattform“

Auch die Unternehmen legen Wert auf den persönlichen Austausch. „Die Plattform hier ist ganz toll“, sagte Ruth Heger, die bei der Firma Zwick Roell den Bereich Ausbildung leitet. „Die Schüler sind sehr interessiert und hochmotiviert. Wir kommen sehr gerne hierher“, sagte Ruth Heger. Besonders gefragt sei bei den Ehinger Gymnasiasten das Ulmer Modell, das ein Hochschulstudium mit einer Ausbildung verknüpft. Auch die Firma Tries nutzte die Gelegenheit, sich zu präsentieren. „Für uns ist es sehr wichtig, mit Schülern früh in Kontakt zu kommen – besonders als Firma, die andere Firmen direkt beliefert“, sagten Projektleiter Felix Gekeler und Konstruktionsleiter Dieter Kunzelmann.

Das Regionale ist das Besondere

Das Interesse seitens der Unternehmen wächst. Die Zahl der Aussteller sei diesmal viel höher als noch vor zwei Jahren, sagte Manuela Mayer-Hirschle, Beauftragte für Berufs- und Studienorientierung am JVG. Nachdem bei der Bildungsmesse im Jahr 2017 um die 40 Unternehmen vertreten waren, seien es diesmal an die 60 gewesen. Dass die Messe auf beiden Seiten so gut angenommen werde, liege auch daran, dass sie sehr regional ist, sagte Manuela Mayer-Hirschle. Die meisten Unternehmen kommen aus dem Alb-Donau-Kreis. Das passt gut, denn viele Schüler seien in der Region  verwurzelt. „Viele gehen maximal zum Studium weg und kehren dann wieder zurück“, weiß Manuela Mayer-Hirschle.

Der Schulleiter zeigte sich mit der Veranstaltung zufrieden: „Ich bin positiv angetan, dass so viele Schüler da sind“, sagte Tobias Sahm.