Auch wenn es nach Bürokratie klingt, ist es doch gut für das Kreisklinikum in Crailsheim: In einem Feststellungsbescheid hat das Regierungspräsidium 185 Betten im Krankenhausplan Baden-Württemberg ausgewiesen – das sind 20 mehr als bisher. Der Bescheid ist insofern wichtig, als er Voraussetzung für die finanzielle Förderung des Anbaus an das Krankenhaus durch das Land ist. In dem Neubau, für den der Spatenstich laut Pressemitteilung der Kreisverwaltung im Frühjahr des nächsten Jahres vorgesehen ist, sollen die Frauenklinik mit Geburtshilfe und die Akutgeriatrie eine neue Heimat finden. Die Planung für das rund 30 Millionen Euro teure Vorhaben wird derzeit im Sozialministerium geprüft. Auf einen positiven Bescheid hofft Landrat Gerhard Bauer im Oktober.

„Sehr gute Ärzte“

Im bisherigen Krankenhausplan war das Kreisklinikum mit 165 Betten ausgewiesen. Voraussetzung für eine Erhöhung ist eine dauerhaft höhere Patientenbelegung. Die kann das Crailsheimer Krankenhaus für die letzten Jahre problemlos nachweisen: Sie stieg in den vergangenen acht Jahren von 73 auf 92 Prozent. Im vergangenen Jahr wurden mehr als 10.000 Menschen stationär behandelt. Ausschlaggebend für diese enorme Aufwärtsentwicklung sind laut Landrat Bauer „sehr gute Ärzte“ und ein „qualifiziertes und engagiertes“ Pflegepersonal. Auch der .... in Betrieb genommene Neubau habe seinen Teil zur Attraktivitätssteigerung beigetragen.

Lob für Geschäftsführung

Auch die Kreisverwaltung habe zur positiven Entwicklung beigetragen: „Mitentscheidend für die Trendumkehr in Crailsheim war aber auch, dass das Krankenhaus seit Jahresbeginn 2012 wieder in der Regie des Landkreises geführt wird.“ Namentlich erwähnt der Landrat Geschäftsführer Werner Schmidt und den Klinischen Direktor Thomas Grumann. Beide führten das Krankenhaus „mit großem Geschick“. Erst vor wenigen Tagen hatte die ehemalige Ärztliche Direktorin Dr. Martina Mittag-Bonsch die Arbeit der beiden ausdrücklich gelobt.