Die erste länderübergreifende S-Bahn zwischen Baden-Württemberg und Bayern ist einen bedeutenden Schritt nähergerückt. In einem Gutachten, das die beiden Bundesländer sowie die Landkreise Schwäbisch Hall und Ansbach als auch der Verkehrsverbund Großraum Nürnberg in Auftrag gegeben haben, wird bescheinigt, dass die Verlängerung der S 4 von Nürnberg (sie endet derzeit in Dombühl) nach Crailsheim möglich ist. Die zweistündliche Verlängerung der S 4 würde zusammen mit dem Angebot der Bahn eine stündliche Verbindung zwischen Crailsheim und Nürnberg ermöglichen.

Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer zeigt sich mit dem Ergebnis der Studie sehr ­zufrieden: „Mein Ziel ist es, die Signale für die erste länderübergreifende S-Bahn so schnell als möglich auf Grün zu stellen.“ Ihr baden-württembergischer Amtskollege Winfried Hermann betont, dass nun ein attraktiver Nahverkehr grenzüberschreitend in beiden Teilen Frankens in Sicht sei. Auch er hob hervor, dass nun eine „schnelle Umsetzung“ wichtig sei.
„Das ist die lang ersehnte Nachricht“, kommentiert Landrat Gerhard Bauer das Statement der Gutachter. Dr. Jürgen Ludwig, sein Amtskollege in Ansbach, lobt die gute Zusammenarbeit der beiden Bundesländer auf unterschiedlichen Ebenen.
Dass die Verlängerung „fachlich umsetzbar“ (so die Grundaussage des Gutachtens) ist, freut die Grünen-Abgeordneten Jutta Niemann (Schwäbisch Hall) und Martin Stümpfig (Feuchtwangen) ganz besonders. Sie machen sich schon seit Langem für die Verlängerung stark. „Jetzt gilt es, das Projekt so schnell wie möglich rechtlich und finanziell festzuzurren“, fordern die beiden. Da ist der Crailsheimer FDP-Landtagsabgeordnete Stephen Brauer ganz bei ihnen. Auch er fordert, das Projekt nun schnellstmöglich zu realisieren.

Landkreis Ansbach