„Musizieren und lesen für die Demokratie – Grundrechte wieder herstellen“, lautet das Motto einer Demonstration, die am Samstag, 16. Mai, um 15 Uhr auf dem Marktplatz stattfindet. Veranstalter ist der bundesweit tätige Verein „Mehr Demokratie“, der ein Büro auf dem Gelände der Lebensgemeinschaft Tempelhof hat. Geschäftsführender Bundesvorstand von „Mehr Demokratie“ ist Roman Huber, einer der Gründungsmitglieder der Tempelhof-Gemeinschaft. „Mehr Demokratie“ macht sich insbesondere für mehr Bürgerbeteiligung stark. Der Verein betont, dass er keine „Hygiene-Demo“ veranstaltet, sondern eine Versammlung mit musisch-künstlerischen Elementen.

Es gehe darum, dass Menschen mit unterschiedlichen Meinungen miteinander ins Gespräch kommen. Man wolle nicht ausgrenzen, sondern zusammenführen. Man wolle die politisch Verantwortlichen ermuntern, weniger aus der Angst heraus zu agieren, erläutert Wolfgang Sechser, wie Huber aktiv  bei „Mehr Demokratie“ und Tempelhof-Gründungsmitglied.

Demo-Veranstalter sind nicht grundsätzlich gegen die Corona-Vorschriften, aber für eine transparente Überprüfung

„Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie braucht auch die Demokratie Aufmerksamkeit“, heißt es in einer Pressemitteilung zu der Demonstration. Die Pandemie habe für eine Einschränkung der Grundrechte gesorgt wie nie zuvor in der Nachkriegszeit. Deshalb müsse man regelmäßig überprüfen, ob sie noch gerechtfertigt sind, und in diesen Prozess die Bürgerinnen und Bürger mehr einbeziehen. „Es geht um Mitbestimmung, Selbstverantwortung, Austausch und Diskussion“, schreibt der Veranstalter, und betont: „In diesem Sinne ist die Versammlungsfreiheit ein zentrales Element unserer Demokratie. Diese wollen wir stärken und ein Zeichen für die Grundrechte setzen.“
Bei der Demo werden die Auflagen der Corona-Verordnung befolgt - so handelt es sich um eine stehende Versammlung, bei der der vorgeschriebene Mindestabstand eingehalten wird.