In Österreich ist ein elfjähriges Mädchen vermutlich an einem Stromschlag in der Badewanne gestorben. Ein angestecktes Ladekabel war in der Nähe der Wanne, das Mobiltelefon lag im Wasser, wie die Polizei am Montag berichtete. Der Körper des Kindes habe starke Verbrennungsmerkmale aufgewiesen.

Mädchen mit Handy in der Badewanne

Die Elfjährige hatte sich am Sonntag in der elterlichen Wohnung in Dornbirn in die Wanne gelegt und die Badezimmertür zugesperrt, hieß es. Als die Mutter nach einiger Zeit gegen die Türe klopfte und keine Antwort erhielt, schaute sie durch das Badezimmerfenster. Sie entdeckte ihre Tochter leblos in der Wanne. Ein Familienangehöriger schlug die Tür ein und begann mit der Reanimation. Weder ihm noch dem Notarzt gelang es jedoch, das Kind wiederzubeleben.

Immer wieder ähnliche Fälle mit tödlichem Ausgang

Leider kommt es immer wieder zu ähnlichen Unglücken. In München hatte sich im vergangenen Jahr eine 16-Jährige in die Badewanne gelegt und ihr Mobiltelefon an das Ladekabel angeschlossen. Weil es zum Kontakt zwischen der Stromleitung und dem Badewasser kam, erlitt die junge Frau einen tödlichen Stromschlag.

Ohne Verbindung ans Stromnetz sind Geräte meist harmlos

Grundsätzlich ist es nicht problematisch, ein Smartphone in der Badewanne zu benutzen. Die niedrige Spannung des Akkus stellt keine Gefahr dar. Lebensgefährlich wird es allerdings, wenn die Geräte mit dem Ladekabel ans Stromnetz angeschlossen sind – und die Steckdose nicht korrekt geerdet ist. Experten empfehlen: „Alles, was eine Verbindung zum 230-Volt-Netz hat, sollte nur mit möglichst großem Abstand zu Wasser betrieben werden.“ Auch billige Ladegeräte aus dem Internet können Stromschläge auslösen. Daher sollte beim Kauf unbedingt auf die Kennzeichnung „CE“, die der europäischen Norm entspricht, geachtet werden.

Ganz sicher ist es, auf die Benutzung von elektrischen und elektronischen Geräten in Wassernähe komplett zu verzichten.