„Mir fällt spontan eigentlich nichts ein, das zu verbessern wäre“, lautet die Bilanz von Taubertal-Veranstalter Volker Hirsch bei der Pressekonferenz zur diesjährigen Ausgabe des Traditions-Festivals. Damit meinte er nicht nur die allgemeine Logistik des Großveranstaltung, sondern auch der Umgang des Organisationsteams mit dem Unwetter am Freitagabend. Zum ersten Mal in der Geschichte des Taubertal-Festivals war das Gelände geräumt worden - und vereinzelt war Kritik an der Art und Weise der Evakuation laut geworden.

Rothenburg ob der Tauber

Organisationsteam ist zufrieden mit dem Verlauf der Unwetter-Evakuierung

Hirsch verwahrte sich gegenüber dem Vorwurf, der Veranstalter habe zu spät auf die Unwetterwarnung reagiert. „Es gab zunächst nur eine allgemeine Warnung“, so Hirsch. Das Team sei in ständigem Kontakt mit einem lokalen Wetterdienst gewesen - und selbst der sei von dem schnellen Heranziehen des Sturms überrascht worden. Dass nicht das komplette Gelände zeitgleich geräumt wurde, habe auch Methode gehabt: „Wir haben das Gelände in verschiedenen Stufen evakuiert, angepasst an die Wetterentwicklung.“

Die Evakuierung der anwesenden Künstler wurde ebenfalls nicht vergessen, die Bands fanden in speziellen Unterkünften Schutz. „The Offspring war gerade erst fünf Minuten da gewesen und hatte in der Garderobe schon ein kleines Konzert gegeben“, erinnert sich Hirsch. Trotz des Gewitters seien die Festivalbesucher aufgrund der Tallage aber generell behüteter als andere Festivals, meinte der Veranstalter. „Stürme kommen zu 95 Prozent von Westen“, so Hirsch. „Bis ins Tal können wir vom Berg ab schon mal zwei bis drei Windstärken abziehen.“ Auch eventuelle „motorisierte“ Terrorgefahren seien im Taubertal kleiner - aufgrund der geringen Anzahl an Zufahrtsstraßen, die einfach mit Bollern gesichert werden könnten.

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Für das nächste Festival sind schon zwei Headliner gebucht

Was das Festival selbst anging, lobte Hirsch das „disziplinierte Publikum“, dass sich von dem Tiefschlag am Freitagabend nicht hatte unterkriegen lassen und sich dafür am Samstag mit Enthusiasmus das „zurückgeholt“ habe, was es am Freitag verpasste: „Jetzt hoffen wir, dass es am Sonntag mit solch einer Bombenstimmung auch zu Ende geht.“

Was das Line-Up des nächsten Taubertal-Festivals angeht, hielt sich das Organisationsteam noch bedeckt. „Wir haben schon zwei Headliner gebucht“, verriet Hirsch. „Mehr können wir aber noch nicht verraten.“

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