Wegen der Ausbreitung des Coronavirus’ hat die Firma Wrapping Solutio angefangen, Mund-Nasen-Masken herzustellen. Solche sind knapp geworden, als die Pandemie Deutschland erreichte und die Nachfrage sprunghaft stieg. Eigentlich produziert das Unternehmen in Rosengarten Innenausstattungen für Autos. Seit dem 23. März werden an 20 Arbeitsplätzen maximal 24.000 Masken pro Tag genäht heißt es in einer Pressemitteilung der Firma Optima aus Schwäbisch Hall. Sie unterstützt das Rosengartener Unternehmen jetzt.

Bisher musste jede Schutzmaske bei Wrapping Solutions von Hand gefaltet werden.
Bisher musste jede Schutzmaske bei Wrapping Solutions von Hand gefaltet werden.
© Foto: Jürgen Stegmaier

Langfristig wolle man ausbauen auf 40 Näharbeitsplätze. Ziel sei es, im Zwei-Schicht-Betrieb zu produzieren. „Laut Schätzungen werden in Deutschland rund 14 Millionen Masken pro Tag benötigt“, äußert sich der Geschäftsführer des Automobilzulieferers, Wolfgang Schaller, in der Mitteilung.

Faltvorrichtung erhöht Produktionskapazitäten

„Wir haben eine Vorrichtung für das Falten der Masken gebaut und am 31. März bei Wrapping Solutions erfolgreich in Betrieb genommen“, wird Werner Volk zitiert. Er ist bei der Optimalife Science GmbH für neue Anwendungen zuständig. Dies geschah bisher von Hand und habe sich „als Nadelöhr in der Produktion“ erwiesen.

Wrapping Solutions aus Rosengarten produziert jetzt Schutzmasken statt Auto-Innenausstattungen. Optima hat eine Maschine gebaut, mit der Masken schneller hergestellt werden können.
Wrapping Solutions aus Rosengarten produziert jetzt Schutzmasken statt Auto-Innenausstattungen. Optima hat eine Maschine gebaut, mit der Masken schneller hergestellt werden können.
© Foto: Firmenfoto Optima

Die maschinell hergestellten Stoff-Zuschnitte werden in der Station gefaltet und an beiden Seiten mit Ultraschall verschweißt. Im letzten Arbeitsschritt werden Schlaufen an die Masken genäht.

„Wir freuen uns sehr über die technische Unterstützung von einem Sondermaschinenbauer wie Optima“, sagt Schaller. Dies sei ein erster Schritt, um die Masken schneller herstellen zu können. Um die Produktionskapazitäten des Unternehmens weiter zu erhöhen, laufen aktuell Gespräche über eine mögliche Automatisierung dieses Prozesses.