Wie das Polizeipräsidium Heilbronn mitteilt, haben die Ordnungshüter des Polizeireviers Bad Mergentheim im Rahmen des Taubertal-Festivals in Rothenburg sechs Tage lang den An- und Abreiseverkehr aus dem Norden im Auge behalten. Unterstützt von Drogenspezialisten aus dem Gebiet des Heilbronner Polizeipräsidiums sowie Polizeihundeführern, stellten die Polizisten unter Einsatzleiter Thilo Waltert mehr Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz als 2018 fest. So wurden im vergangenen Jahr 40 Personen mit Rauschgift erwischt, dieses Jahr waren es 58. Insgesamt wurden 71 Gramm Marihuana, 19 Joints, zwei Kilogramm Marihuanakekse sowie kleinere Mengen Amphetamine, Kokain und Haschisch beschlagnahmt.

Teilweise hatten sich die Festivalbesucher raffinierte Verstecke für ihre Drogen ausgedacht - unter anderem steckte Marihuana in einer Cremedose oder in einer Dose mit Schwartenmagen.

Reisende blieben auch bei langen Staus entspannt und friedlich

Abseits des Rauschgifts war Polizeihauptkommissar Thilo Waltert zufrieden mit dem Temperament der Reisenden. Obwohl sich wegen des schlechten Wetters die Hauptanreisezeit auf Donnerstag verschoben und für lange Staus gesorgt hatte, blieben die Leute geduldig. „Es gab trotz der langen Wartezeiten keinerlei Aggressionen oder Gewaltvorfälle“, so Waltert. „Alles lief in einer entspannten und freundlichen Atmosphäre ab.“

Die Einsatzkräfte kontrollierten insgesamt mehr als 2.600 Personen in knapp über 1.700 Fahrzeugen. Fast 400 Alco-Tests und weit über 200 Urintests wurden durchgeführt. Über 50 Autofahrern blüht nun wegen Alkohol oder Drogen am Steuer eine Anzeige. „Es war sehr hilfreich, dass die Zusammenarbeit mit den bayerischen Kollegen, die jenseits der Landesgrenze eingesetzt waren, reibungslos klappte“, freut sich der Erste Polizeihauptkommissar Olaf Bamberger.

Festivalbesucher haben sich an freiwillige Alco-Tests gewöhnt

Am Ende des Taubertal-Festivals konnten Autofahrer wieder freiwillig einen Alcotest machen, bevor sie losfuhren. Und auch dieses Mal waren wieder einige dabei, die sich danach noch einmal ein paar Stunden auf´s Ohr legten - weil das Messgerät bei ihnen nicht nur verbotene, sondern teils gar gefährliche Promillezahlen anzeigte. Olaf Bamberger: „Wir sind überzeugt, dass wir mit dieser Präventionsmaßnahme die Verkehrssicherheit rund um diese Mega-Veranstaltung mit 15.000 Besuchern steigern können.“ So hätten sich die Festivalgäste nicht nur an diese Maßnahme gewöhnt, sondern diese sehr gerne und zahlreich in Anspruch genommen. Dass die Maßnahmen scheinbar wirken, zeigt die Unfallbilanz. Im Bereich des Polizeireviers Bad Mergentheim geschah über die sechs Tages kein einziger Unfall, an dem ein Festivalbesucher beteiligt war.

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