Die Staatsanwaltschaft Ellwangen hält sich mit Informationen zu dem mutmaßlichen Tötungsdelikt vom Donnerstag zurück. Der Leichnam der Frau wurde am Freitag obduziert, zu den Ergebnissen will sich die Staatsanwaltschaft erst äußern, wenn sie schriftlich vorliegen. Das kann mehrere Tage dauern.

Wie berichtet, war es nach Polzeiangaben zwischen der 45-jährigen Frau und ihrem von ihr getrennt lebenden 47-jährigen Mann zwischen Binselberg und der Brettachhöhe zu einem Streit gekommen, bei dem die Frau verletzt wurde. Der Mann soll dann das Auto angezündet haben, in dem die Frau saß. Für sie kam jede Hilfe zu spät.

Leiche in Göppingen-Ursenwang Warum musste Uwe H. sterben?

Göppingen

Woran die Frau aus Gerabronn gestorben ist, ist nur eine der vielen offenen Fragen

Unklar ist, wo der Streit begonnen hat und wie die Frau und der Mann in die Nähe von Binselberg gekommen sind. Möglicherweise war die Frau auf dem Weg zur Arbeit, denn sie war nach Informationen unserer Zeitung auf der nahegelegenen Brettachhöhe beschäftigt, einer Einrichtung für Behinderte. Sicher ist, dass der Mann mit einem Auto zu seiner Wohnung in Gerabronn zurückgekehrt ist.

Auch zur Frage, wie der Renault, in der die Frau saß, in Brand gesetzt wurde, gibt die Staatsanwaltschaft derzeit keine Auskunft. Weil es noch keine Informationen über die Obduktion gibt, bleibt auch offen, woran die Frau gestorben ist. Insbesondere die Frage, ob sie noch gelebt hat, als das Auto angezündet wurde, kann derzeit nicht beantwortet werden.

Stuttgart

Während sich die Staatsanwaltschaft zurückhält, berichtet der Notfallseelsorger von seinem Einsatz

Der Blaufelder Dekan Siegfried Jahn gehörte zu den Notfallseelsorgern, die sich um die Angehörigen der getöteten Frau kümmerten. Er berichtete darüber bei der Kandidatenvorstellung zur Synodalwahl. „Wir waren zu dritt vier Stunden lang vor Ort“, sagte er, noch sichtlich gezeichnet von den Erlebnissen des Tages.

„Wir haben Zeit für die Familie gehabt, haben zugehört, haben das Weinen und die Verzweiflung aushalten müssen. Viel sagen kann man ja nicht. Wir waren einfach da.“ Am Schluss hätten die Seelsorger ein Gebet gesprochen: „Wir standen mit den Angehörigen im Kreis. Dann hat ein Sohn der Toten ein Bild der Mutter von der Wand geholt und es in den Kreis gebracht. Das war ein sehr berührender Moment.“