49,44 Prozent. Diese Zahl wird Michael Dambacher so schnell nicht aus dem Kopf gehen. Nur 0,56 Prozentpunkte mehr und der ambitionierte 39-jährige Schultes von Bühlertann (3060 Einwohner) hätte es im ersten Anlauf auf den Oberbürgermeister-Posten in Ellwangen (24 339 Einwohner) geschafft. Er liegt damit klar vor den Gegenkandidaten Matthias Renschler (28,17 Prozent) und Sabine Heidrich (22,26 Prozent). Dennoch reicht es nicht für die direkte Wahl.

Der zweite Wahlgang wird am 16. Juni stattfinden. Mit 5910 Stimmen (Renschler erhält 3368; Heidrich kommt auf 2661) verfügt Dambacher über einen komfortablen Vorsprung.

Dambacher ist ein gebürtiger Ellwanger. Er will die Nachfolge des amtierenden Ellwanger Rathauschefs Karl Hilsenbek antreten. Dieser gab bekannt, dass er nach zwei Wahlperioden nicht mehr zur Wahl antreten werde. Dambacher will für „frischen Schwung“ sorgen. Das sagte er im Vorfeld. „Ich möchte frischen Schwung nach Ellwangen bringen und zusammen mit Gemeinderat und Bürgerschaft die Stadt mit ihren Ortsteilen weiter voranbringen“. Dambacher war erst im vergangenen Jahr in Bühlertann mit 98 Prozent der Stimmen wiedergewählt worden: Die Fraktionen von Freien und CDU in Ellwangen haben Dambacher zur Kandidatur ermutigt.

Wir haben Dambacher am Sonntag nicht am Handy erreichen können. Sofern Dambacher in Ellwangen gewählt wird, steht demnächst eine Bürgermeisterwahl in Bühlertann an.

Endergebnis nach 29 von 29 Wahlbezirken

Michael Dambacher: 49,4 Prozent (5.910 Stimmen)
Sabine Heidrich: 22,3 Prozent (2.661 Stimmen)
Matthias Renschler: 28,2 Prozent (3.368 Stimmen)
Sonstige: 0,1 Prozent (15 Stimmen)
Wahlberechtigte: 19.330
Wahlbeteiligung: 62,3 Prozent