Die stillgelegte Bahnlinie zwischen Dombühl über Dinkelsbühl nach Nördlingen kann in absehbarer Zeit reaktiviert werden. Das ist das Ergebnis einer Gesprächsrunde in Berlin. Vom Bund kann jetzt mit einer Förderung von bis zu 90 Prozent der Investitionskosten für die Gleis-Ertüchtigung gerechnet werden.

„Das Gespräch war extrem erfolgreich“, sagt Dinkelsbühls Oberbürgermeister Dr. Christoph Hammer. Es gibt eine Änderung zum sogenannten Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz. Der Bund kann dadurch mit einer Anschubfinanzierung von bis zu 90 Prozent der Kosten die Gleis-Ertüchtigung alter Bahnlinien fördern.

Dieses Vorhaben kostet für die im Jahr 1985 stillgelegte Bahnstrecke Dombühl-Dinkelsbühl über 20 Millionen Euro und muss vom Streckenbetreiber bezahlt werden. Zwar hatte der Streckenbetreiber, die Mittelfränkische Eisenbahnbetriebs GmbH, vom Freistaat Bayern die Zusage, pro gefahrenen Personenkilometer Einnahmen zu bekommen (eine sogenannte Bestellgarantie auf 15 Jahre), aber vorerst hätte das Verkehrsunternehmen in die kaum zu erbringende Vorleistung gehen müssen.

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Spätestens ab 2024 soll die Bahnlinie in Betrieb gehen

Für den Dinkelsbühler Oberbürgermeister ist nicht nur die allgemeine Förderzusage überaus positiv, sondern auch die Tatsache, dass sich der Bund nun speziell der Bahnreaktivierung in der Region Mittelfranken annimmt. Ein weiterführendes Gespräch in Berlin ist bereits für den 3. März terminiert.

Zudem stellt das Dinkelsbühler Stadtoberhaupt in einer Pressemitteilung heraus, dass entgegen den bisherigen Verhandlungen nunmehr über die gesamte Strecke von Dombühl bis nach Nördlingen gesprochen wurde. Man sehe nun die durchgehende Verbindung bis nach Nördlingen endlich als Teil einer Anbindung an die Verkehrsnetze der Räume Augsburg und München.

„Unser politisches Engagement gemeinsam mit Innenminister Joachim Hermann war und ist die Grundlage für das nun Erreichte. Ein Beweis, dass sich Ausdauer lohnt. Die Zeit der Bahnreaktivierung ist überreif“ – so beschreibt Landrat Dr. Jürgen Ludwig die Lage.

Bürger, Pendler, Touristen und Durchreisende können nun davon ausgehen, dass die Strecke von Dombühl über Dinkelsbühl bis nach Nördlingen spätestens ab dem Jahr 2024 wieder im Stundentakt in Betrieb gehen wird.