Pfullingen Personeller Umbruch steht bevor

Martin Kissling (links) geht in den Ruhestand, Alexander Tomisch (2.v.r.) ist sein Nachfolger. Zusammen mit Anja Haid-Licht und Ulrich Vöhringer präsentierten die beiden das neue VHS-Programm.
Martin Kissling (links) geht in den Ruhestand, Alexander Tomisch (2.v.r.) ist sein Nachfolger. Zusammen mit Anja Haid-Licht und Ulrich Vöhringer präsentierten die beiden das neue VHS-Programm. © Foto: Evelyn Rupprecht
Von Evelyn Rupprecht 05.09.2018

Das neue VHS-Programm, das heute flächendeckend an alle Haushalte in Pfullingen, Lichtenstein und Sonnenbühl verteilt wird, ist zweifelsohne interessant – noch spannender ist allerdings, was sich auf personeller Ebene bei der Bildungseinrichtung tut. Da steht der Volkshochschule nämlich ein gravierender Umbruch bevor – zum Jahresende wird Ulrich Vöhringer, seit über 34 Jahren und fast 70 Semestern deren Leiter, in den Ruhestand gehen. Weshalb das aktuelle Programm auch das letzte ist, das er am Dienstag der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Eine Nachfolgerin ist bereits gefunden – sie wohnt momentan noch in Ludwigshafen und zieht im Spätherbst nach Pfullingen. Davor indes steht noch eine ganz andere personelle Änderung ins Haus. Denn Vöhringers Stellvertreter, der Fachgebietsleiter Martin Kissling, scheidet bereits am 31. Oktober offiziell aus den Diensten der VHS aus.

28 Jahre lang hat sich Kissling vor allem um die Themen Länder- und Heimatkunde, Kunst, Sprachen und EDV gekümmert „und ganz entscheidend zur Entwicklung der VHS Pfullingen beigetragen“, wie Ulrich Vöhringer findet. 63 Jahre alt ist der Fachbereichsleiter mittlerweile – und damit ein Vierteljahrhundert älter als sein Nachfolger. Alexander Tomisch heißt der Neue, der im Rahmen des Lehrermodells und vorerst befristet auf sechs Jahre für Kissling bei der VHS nachrückt. Seine Stelle wird je zur Hälfte vom Land und von der Stadt finanziert.

Der Kirchheimer Realschullehrer hat die Fächer Englisch, Geografie, Wirtschaft und Geschichte unterrichtet und sich überdies in der Erwachsenenbildung weiter qualifiziert. Unter sechs Bewerbern hat er das Rennen gemacht. Zur Pfullinger VHS wollte er vor allem, weil ihm deren Größe gefällt. „Ideal“, so Ulrich Vöhringer, „ist aber auch, dass der Nachfolger fast dieselbe Fächerkombination hat wie der Vorgänger“.

Zusammen mit Martin Kissling, der Fachbereichsleiterin Anja Haid-Licht und Alexander Tomisch stellte der VHS-Chef das 70 Seiten starke Programm, das auch im Internet abrufbar ist, aber trotzdem in einer Auflage von 18 000 Stück gedruckt wurde, am Dienstag vor. Angeboten werden 370 Kurse und viele Einzelveranstaltungen – und ein ganz besonderes Schwerpunktthema. Zum ersten Mal in all den Jahren, so Kissling, stehe dabei nicht der Mensch im Mittelpunkt. Im Herbst-Winter-Semester geht es um die „Tierwelt“. Denn Tiere, weiß Vöhringer, haben eine immer wichtigere Bedeutung  für die Menschen. Ein Vortrag zum Bienen- und Insektensterben steht dabei genauso auf dem Programm wie ein Besuch im Wildpark Bad Mergentheim, eine Exkursion in die Wilhelma, ein Besuch bei der Rettungshundestaffel und eine Infoveranstaltung über den Wolf. „Den haben ja eigentlich derzeit fast alle Leute im Fokus“, glaubt der VHS-Leiter. Ein Experte aus Brandenburg, wo sich bereits Wölfe angesiedelt haben, wird deshalb anreisen und in Pfullingen referieren.

Neben der „Tierwelt“ besteht das Semesterprogramm zwar aus einigen neuen Kursen, vieles aber ist Standard. Was inzwischen immer besser ankommt, so Martin Kissling, ist ein Schnupperabend im Sprachbereich, der heuer am 20. September ist. Dort können sich alle potenziellen Kursteilnehmer vorab informieren, wie die Seminare aufgebaut sind und wie sich eine Fremdsprache am leichtesten erlernen lässt.

Anmelden kann man sich bei der VHS für all das direkt in der Geschäftsstelle in der Klosterstraße 34, aber auch telefonisch unter (0 71 21) 9 92 30, via E-Mail an: post@vhs.de oder im Internet unter www.vhs-pfullingen.de.

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