Zwar steht die abschließende Bewertung durch das Landratsamt Rems-Murr-Kreis als Genehmigungsbehörde noch aus, doch soviel scheint jetzt schon klar: Die vier Windräder beim ehemaligen Bundeswehrdepot bei Wangen werden in der geplanten Form nicht gebaut. Das Konsortium aus der Energieversorgung Filstal (EVF) und den Stadtwerken Schorndorf und Fellbach wollte den Windpark errichten.

Der Grund liegt in einem neuen Artenschutzgutachten, das die Investoren in diesem Jahr in Auftrag gegeben hatten. Das Konsortium gab im November bekannt: „Erste Erkenntnisse deuten darauf hin, dass am Standort während des Untersuchungszeitraums gewisse Aktivitäten windkraftempfindlicher Vogelarten am Standort aufgetreten sind.“ Der Geschäftsführer des Stadtwerke Schorndorf, Andreas Seufer, glaubt, dass die ursprünglichen Pläne nicht mehr zu halten sein werden: „Jetzt warten wir mal, was das Landratsamt sagt, wobei wir davon ausgehen, dass die Wirtschaftlichkeit nicht mehr gegeben ist.“


Warum die Investoren dennoch hoffen, bei Wangen Windräder bauen zu können, lesen Sie in der Freitagsausgabe der NWZ oder im E-Paper.

Viele Pläne im Schurwald haben sich zerschlagen


Bereits im vergangenen Jahr hatte der Verein „Lebensraum Östlicher Schurwald“ gemutmaßt, dass ein vom Konsortium für den Standort Wangen vorgelegtes Artenschutzgutachten fehlerhaft sein könnte. Der Verein hatte seinerseits ein Gutachten in Auftrag gegeben. Im Februar dieses Jahres hatten die Investoren nun ein neues Gutachten beauftragt, es wird derzeit vom Landratsamt Rems-Murr bewertet.

Auch der Standort GP-01 am Kaisersträßle bei Adelberg wurde bereits gekippt, ebenso WN-35, ebenfalls am Kaisersträßle bei Oberberken. Noch im Rennen ist der Standort ES-02 an der Kreisgrenze bei Uhingen-Diegelsberg, wobei der Kreis Esslingen die Anlagen auf seiner Gemarkung wegen zu geringer Windhöffigkeit nicht genehmigt hat.