Die Tarifverhandlungen im privaten Omnibusgewerbe sind am Montag ergebnislos beendet worden. Der Arbeitgeberverband WBO, so heißt es in der Pressemitteilung der Gewerkschaft Verdi, war nicht bereit, sein Angebot „ausreichend“ zu verbessern: Angeboten wurden 3,0 und 2,3 Prozent bei einer Laufzeit von 26 Monaten, dies würde die Lohnschere zum kommunalen Nahverkehr weiter öffnen.

Die Verdi-Tarifkommission habe das Scheitern der Verhandlungen erklärt. Die Gewerkschaft werde ab nächster Woche die Einleitung der Urabstimmung in den Betrieben vorbereiten. Damit wären auch unbefristete Streiks möglich.

Eberhard Geiger, Verhandlungsführer des WBO, zeigte sich laut einer Pressemitteilung angesichts der erneut ergebnislos verlaufenen Verhandlungen fassungslos: „Das habe ich in 30 Jahren Tarifkommission nicht erlebt“. Obwohl die Arbeitgeber­seite über die eigene Schmerzgrenze gegangen sei, habe sich Verdi nicht spürbar bewegt. Geiger: „Nun befürchten wir weitere Streikaktionen durch Verdi zu Lasten der Fahrgäste. Das bedauern wir außerordentlich.“

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