„Die Telefone laufen heiß“, berichtet Verena Müller. „Die Leute freuen sich, dass die Volkshochschule wieder los geht“, ergänzt die VHS-Leiterin der Stadt Süßen. Drei Monate hatte die VHS pausiert. Gestartet ist ein „Zwischensemester“, weil es nur bis zu den Sommerferien, also etwa sechs Wochen, dauern wird. Auch das Angebot ist deutlich eingeschränkt. Es gibt nur 26 Kurse in den Bereichen Sprachen, Bewegung und Gesundheit. Normalerweise nutzen laut Müller im Semester rund 2000 Personen in rund 120 Kursen das Bildungsangebot. Exkursionen und Kulturveranstaltungen sind derzeit komplett gestrichen.

Gesundheitskurse in der Süßener Sporthalle

Die Volkshochschule Süßen kann eigene Räume im Kulturhaus für einen Großteil der Kurse nutzen. Das bezeichnet Müller als „Riesenglück“. Darüber könnten nur wenige VHS verfügen. Dort wird jetzt in zusammen sechs Kursen Spanisch und Englisch unterrichtet. Im Kulturhaus treffen sich auch die Teilnehmer der acht Jogakurse. Kochen und Malen kann nicht angeboten werden. Dazu müsste die VHS in die Süßener Schulen. Die sind aber nach Angaben der VHS-Leiterin tabu. Gesundheitskurse wie Rücken- und Beckenboden-Gymnastik und Fitnesskurse gehen in der neuen Sporthalle über die Bühne.
Die Räume für den Unterricht müssen so groß sein, dass jeder Teilnehmer samt Lehrer zehn Quadratmeter zur Verfügung hat. Das bedeutet für Müller, dass die Kurse nur etwa zur Hälfte besetzt werden können. Als Beispiel nennt sie Beckenboden-Gymnastik. Hier können zwölf Personen auf etwa 140 Quadratmeter in einem der Räume der Sporthalle üben. Kurse, bei denen sich Teilnehmer im Raum bewegen, wie beim Tanzen, seien nicht möglich. Dann wären 40 Quadratmeter pro Person erforderlich. Müller: „Es gibt also keinen Zumba-Kurs.“
Die VHS-Leiterin ist plant derzeit das Wintersemster. Noch bereitet sie ein Normaljahr vor. „Wir reagieren dann, wenn es anders kommt.“