Die 75 Mitarbeiter des angeschlagenen Bad Überkinger Brunnenbetriebes sind mit sofortiger Wirkung frei gestellt worden. Das hat ihnen der zum vorläufigen Insolvenzverwalter  bestellte Ulmer Wirtschaftsjurist Tobias Sorg auf einer Betriebsversammlung mitgeteilt. Sorg selbst war bislang für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Teilnehmer berichteten der GZ, dass die Mitarbeiter ihre Kündigungen Mitte Dezember schriftlich erhalten sollen. Auch die Agentur für Arbeit war mit einigen Beschäftigten im Brunnenbetrieb. Vor Ort wurden die enttäuschten Mitarbeiter der Überkinger GmbH beraten und in die Liste des Arbeitsamtes aufgenommen.

Überkinger GmbH wohl bis zu 70 Millionen Euro Schulden

Lediglich fünf Beschäftigte dürfen vorerst noch in der Überkinger GmbH bleiben – sie sind für den Unterhalt der Technik, der Gebäude und der Quellen unerlässlich. Wie mehrfach berichtet, konnte Sorg bislang keinen Käufer für das Traditionsunternehmen finden. Die Anzeichen auf eine Auflösung der Überkinger GmbH verdichten sich. So soll sich der Schuldenberg des Brunnens laut der Fachzeitschrift „Inside“ auf bis zu 70 Millionen Euro belaufen.

Insolvenz Überkinger GmbH Kommentar: Das Ende war abzusehen

Bad Überkingen