Wo in der Göppinger Klinik am Eichert früher der Transportdienst per Telefon gerufen wurde, braucht es dank einer neuen Software seit November nur wenige Mausklicks. Die Ziele der Modernisierung: kürzere Patientenwartezeiten, einsehbare Transporttermine in Echtzeit sowie eine schnelle Erreichbarkeit und optimale Auslastung des Transportdienstes. In der Geislinger Helfenstein-Klinik soll das neue System bis Mitte des Jahres eingeführt werden.

„Dank des neuen Systems können wir jeden der täglich bis zu 500 anfallenden Aufträge schnell und termingerecht erledigen. Damit verkürzen sich auch die Wartezeiten der Patienten erheblich“, äußert sich Steffen Szlamma, Leiter der Logistik, in einer Pressemitteilung. Bei dem neuen System erfolgen Buchung und Auftragserteilung der Transporte über eine vollautomatische Leitstelle, über die sämtliche Funktionsbereiche und Stationen miteinander vernetzt sind. Einen Transport beantragen die Mitarbeiter der Stationen über den PC. Eine Eingabemaske poppt auf, in die beispielsweise eingetragen werden muss, ob der Patient sich im Rollstuhl oder Bett befindet oder ob er selbstständig gehen kann. Anschließend weist das System einem Transportmitarbeiter den Auftrag zu.

Dabei berücksichtigt die Software laut Szlamma nicht nur fixe organisatorische und technische Rahmenbedingungen, sondern auch aktuelle Informationen wie den letzten Standort des Mitarbeiters und die Art des Transportmittels. „Das heißt, auch die Laufwege werden berücksichtigt und maximal reduziert.“

Der Auftrag erreicht den Transportdienst innerhalb weniger Sekunden auf einem Smartphone. „Der ein oder andere Patient war schon verwundert, warum unsere Mitarbeiter während ihrer Arbeitszeit so intensiv mit dem Handy beschäftigt sind“, erläutert Szlamma: „Die Smartphones sind reine Arbeitsgeräte, die wir speziell für diesen Zweck angeschafft haben.“

Mit dem Auftrag an den Transportdienst geht auch eine Meldung an die Pflegekraft raus, wann genau der Mitarbeiter eintreffen wird, so werden Wartezeiten oder Verzögerungen für Patienten vermieden. Zusätzlich erhält auch die Funktionsabteilung, wie etwa die Röntgenabteilung, einen Hinweis, wann genau der Patient bei ihnen eintreffen wird. Dadurch lassen sich Untersuchungen entsprechend einplanen.

Führt der Transportdienst-Mitarbeiter den Auftrag aus, meldet er sowohl den Beginn der Ausführung als auch deren Beendigung über sein mobiles Gerät. Damit ist das System immer auf dem aktuellsten Stand, was Standort der Mitarbeiter und Transportdauer anbelangt. Weitere Aufträge können entsprechend eingeplant werden.