Die Messe Caravan, Motor, Touristik (CMT) wirft ihre Schatten voraus. Am Montag  wird es dort auch einen sogenannten Stellplatz-Gipfel geben: Experten geben den Kommunen, die sich für die Einrichtung von öffentlichen Wohnmobil-Stellflächen interessieren, Tipps für Bau und Gestaltung solcher Angebote. Im Landkreis Göppingen haben derzeit nur wenige Gemeinden solche Wohnmobil-Stellplätze mit Infrastruktur eingerichtet. In einem Interview kritisiert Dirk Dunkelberg,  stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Deutschen Tourismusverbandes, dass  die  auf diesem Feld inaktiven Kommunen sich dadurch ein Wirtschaftspotenzial entgehen lassen, denn die Branche weist steile Zuwächse auf. Folglich sind immer mehr Wohnmobilisten zu Stadtetripps unterwegs und geben dort auch Geld aus, sagt der Touristiker.

Nachfrage nach Stellplätzen steige

Das bedeute, dass auch die Nachfrage nach Stellplätzen in den Städten und Gemeinden steige. Kommunen, die keinen Stellplatz einrichten, verpassen  einen Aufwärtstrend im Deutschland-Tourismus, so Dunkelberg.

Diese Einrichtungen müssten aber einen Mindeststandard ausweisen: es reiche nicht mehr, reine Stellflächen als Wohnmobilplätze auszuweisen. Gebühren zu verlangen, sei nur bei größeren Plätzen und guter Auslastung sinnvoll, meint Dirk Dunkelberg..

Die Stadt Göppingen wird im Frühjahr ihre öffentlichen Motorcaravan-Stellflächen vom Parkplatz der EWS-Arena an die Mozartstraße verlagern und besser ausstatten. Auch die Gemeinde Wäschenbeuren peilt solche  Stellplätze an. Auf dem Aasrücken bei Hohenstaufen soll lediglich ein reiner Stellplatz ohne Versorgungsinfrastruktur  eingerichtet werden.