Wangen / SWP  Uhr
CDU-Kreisvorsitzender Kai Steffen Meier drängt auf eine Alternative für das Bundeswehrdepot bei Wangen. Der dort geplante Windpark ist vorerst vom Tisch.

Unlängst wurde verkündet, dass zumindest in den kommenden Jahren kein Windpark im Bundeswehrdepot bei Wangen errichtet wird. „Dies ist aufgrund der Rahmenbindungen nicht nur folgerichtig, sondern vor allem auch eine Chance für die Energiewende, die es mit einem Alternativvorschlag zu nutzen gilt“, betont der CDU-Kreisvorsitzende Kai Steffen Meier.

Das Konsortium errichtet keine Windräder am Standort im Schurwald. Möglicherweise gibt es in einigen Jahren einen neuen Anlauf.

Bereits im Juni 2018 drängten die Gebietsverbände Junge Union (JU) Schurwald und Unteres Filstal, darauf, anstatt der Windräder einen Solarpark auf dem ehemaligen Bundeswehrdepot in Betracht zu ziehen. Der neue CDU-Kreisvorsitzende Kai Steffen Meier und Vincent Krapf, Vorsitzender der Jungen Union Unteres Filstal, sprechen sich nun für eine Umsetzung dieser Alternative aus. „Der Schurwald ist im Gegensatz zu anderen Regionen Baden-Württembergs ein äußerst windarmer Standort, deshalb würden nur überdurchschnittlich hohe Anlagen einen Ertrag erbringen, der knapp über den Vorgaben liegen könnte“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Schwarz auf weiß könne man dies im Jahr 2018 anhand der drei bei Winterbach gebauten Rotoren am Standort Goldboden beobachten. Diese Windräder im Schurwald – die quasi in direkter Nachbarschaft zum Bundeswehrdepot liegen – blieben laut EnBW-E-Cockpit-App weit hinter den Prognosen zurück. Das Bundeswehrdepot läge außerdem nur ein wenig mehr als einen Kilometer von der nächsten Ortschaft entfernt.

Doch Meier und Krapf sprechen sich weder grundsätzlich gegen Windräder, noch gegen die Energiewende im Landkreis aus. Ganz im Gegenteil: „Wir sind nicht gegen Windkraft und schon gar nicht gegen erneuerbare Energien. ... Aber wenn man erneuerbare Energien ausbaut, sollte man dies mit Verstand und Augenmaß tun“, so Vincent Krapf. „Es ist dabei vor allem wichtig beide Lager im Schurwald – Windkraftgegner und Befürworter der Energiewende – mitzunehmen, denn eine erfolgreiche Energiewende funktioniert nur mit und nicht gegen die Bürger.“

Beste Voraussetzungen für Solarpark

Dies könne man mit dem Alternativvorschlag eines Solarparks erreichen. Das ehemalige Bundeswehrdepot zwischen Wangen und Adelberg biete beste Voraussetzungen für den Bau eines Solarparks, wie er in Radelstetten bei Lonsee bereits existiert. Die Anlage dort besteht seit dem Jahre 2009 auf einem ehemaligen Munitionsdepot. Durch diese regenerative Energieerzeugung auf einer Fläche von zirka vier Hektar könnten die Gemeinde Lonsee jedes Jahr 750 Haushalte mit Strom versorgen. Das Bundeswehrdepot zwischen Wangen und Adelberg biete ähnliche Voraussetzungen.