Damit kein Gast in einer Shisha-Bar umkippt, müssen die Betreiber der Bars ausreichend große Lüftungsanlagen besitzen und CO-Warnmelder installieren. Seit Ende vergangenen Jahres gelten die neuen Auflagen des Wirtschaftsministeriums Baden-Württemberg. Gute Nachricht für Shisha-Fans: Im Kreis Göppingen halten sich die meisten Betreiber der Bars an die Regeln.

Lüftungsanlagen laufen

„Wir sind auf einem guten Weg“, sagt Philipp Theiner, Chef des Geislinger Ordnungsamts. Sieben von acht Gaststätten in der Fünftälerstadt erfüllen bereits die neuen Auflagen. Sie haben entsprechende Nachweise liefern können.

Die Lüftungsanlagen sollen stündlich pro brennender Wasserpfeife 130 Kubikmeter Luft nach außen befördern. So soll verhindert werden, dass zu viel giftiges Kohlenmonoxid (CO) im Raum zirkuliert und ein Gast deswegen bewusstlos zusammenbricht. Das CO entsteht, wenn in einer Shisha die Kohle verglüht. Wird das Gas eingeatmet, verdrängt es den Sauerstofftransport im Blut, wie das Göppinger Gesundheitsamt unserer Zeitung im November erklärt hatte.

Nun fehlt nur noch der Nachweis der achten Bar, in der Shisha-Fans in Geislingen ihre Wasserpfeife rauchen können. Auch hier ist Philipp Theiner zuversichtlich. Man habe bereits mit dem Betreiber gesprochen und eine Fachfirma werde in dieser Woche überprüfen, ob die Lüftungsanlagen die technischen Anforderungen erfüllen (18. bis 22. März).

Aus für eine Shisha-Bar in der Hohenstaufenstadt

Ein größeres Problem gab es in Göppingen. Hier hat ein Betreiber seine Shisha-Bar geschlossen, weil die Lüftungsanlagen den Anforderungen nicht entsprachen, sagt Dejan Birk-Mrkaja, Pressesprecher der Stadt. Um welche Bar es sich handelt, dürfe er nicht sagen.

Mitarbeiter der Gaststättenbehörde und des Gemeindevollzugsdiensts hatten im Januar und Februar alle 13 Gaststätten in Göppingen kontrolliert, in denen Wasserpfeifen angeboten werden.

„Insgesamt sind wir mit dem Verlauf zufrieden“, betont Birk-Mrkaja. „Es waren nur kleinere Mängel zu beanstanden, die jeweils sehr kurzfristig behoben wurden.“

Kreis Göppingen

Warnmelder sind vorhanden

Was den Geislinger Ordnungsamtchef Philipp Theiner ebenfalls freut: Die Betreiber der Shisha-Bars haben die Warnmelder installiert, die anschlagen, falls zu viel Kohlenmonoxid im Raum ist. Das hatten Polizisten sowie Mitarbeiter des Ordnungsamts, des Zolls und Landratsamts bereits Ende Januar überprüft. „Wir hatten bei der Kontrolle persönliche CO-Melder dabei“, sagt Theiner. In keiner der kontrollierten Gaststätten waren die Werte zu hoch.

Sollte so etwas einmal geschehen, muss das allerdings dokumentiert werden. Das war eine weitere Auflagen des Wirtschaftsministeriums.

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