Kommentar Dirk Hülser zum Windpark Lauterstein Kommentar: Beitrag zur Energiewende

Lauterstein / Dirk Hülser 06.11.2018

Mit dem Windpark Lauterstein – dem größten in Baden-Württemberg – leistet der Landkreis Göppingen einen messbaren Beitrag zur Energiewende. Obwohl die Erwartungen im ersten vollständigen Betriebsjahr 2017 nicht erfüllt wurden, produzierten die 16 Windräder an der Kreisgrenze im vergangenen Jahr mehr als 93 000 Megawattstunden Strom. Das entspricht dem Stromverbrauch von mehr als 23 200 Vier-Personen-Haushalten.

Damit haben die Betreiber WPD und Albwerk ihr Soll zwar nur zu 78 Prozent erreicht, sie sind aber dennoch zufrieden. Die Begründung leuchtet ein: Es gibt Jahre mit viel Wind und solche mit weniger. Manchmal werden die Rotoren aus Sicherheits- oder Naturschutzgründen öfter abgeschaltet, ein anderes Mal seltener. So kann eine seriöse Aussage, wie viel die Anlagen zu liefern in der Lage sind, erst nach einigen Jahren getroffen werden. Klar ist aber schon jetzt: Die Strommenge ist beträchtlich, die Windmessungen können also nicht so sehr daneben gelegen haben, wie von Gegnern der Windkraft gerne behauptet wird. Für Lauterstein, auf dessen Markung drei der Anlagen stehen, lohnt sich die ganze Sache nebenbei auch: Bereits jetzt fließen mehr als 80 000 Euro an Pachteinnahmen pro Jahr in die Kommunale Bürgerstiftung. Und das unabhängig davon, wie viel Wind weht.

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