Die Energieversorgung Filstal und die Stadtwerke Schorndorf und Fellbach geben den Plan wohl erst einmal auf, beim Wangener Bundeswehrdepot einen Windpark zu bauen. Die Entscheidung ist aber noch nicht endgültig. Womöglich wird die Planung noch einmal ganz von vorne begonnen, mit neueren, effizienteren Rotoren.

Der Grund für die Wende ist ein von dem Konsortium in Auftrag gegebenes neues Gutachten über das Aufkommen windkraftempfindlicher Vogelarten. Nur ein einziger der Rotoren könnte demnach ohne Einschränkung betrieben werden, was das Vorhaben unwirtschaftlich macht. Wie die Genehmigungsbehörde, das Waiblinger Landratsamt, letztlich entscheidet, ist zwar noch offen. Doch es scheint klar, dass es nur eine Teilgenehmigung geben wird, davon geht das Bauherren-Konsortium aus.

Der Vorgang widerlegt eine gerne von Windkraftgegnern aufgestellte These: Dass Geschäftemacher auch dann Windräder bauen würden, wenn es sich nicht rentiert. Das Beispiel Wangen zeigt, dass Investoren natürlich genau das nicht tun. Warum sollten sie auch? Diese Behauptung gehört ins Reich der Fabeln. Und wenn eine neue Planung zeigt, dass es doch noch Möglichkeiten für den Windpark gibt, ist das gut. Wenn sich der Standort aber als komplett ungeeignet erweist und nicht bebaut wird, ist das auch gut. Windkraft ja – aber nicht um jeden Preis.