Die Holzerntesaison beginnt im Landkreis Göppingen. Darauf macht das Landratsamt aufmerksam und fordert die Bürger auf, Absperrungen und Umleitungen unbedingt zu beachten. Sonst begeben sie sich in Lebensgefahr.
Wie jedes Jahr im Herbst startet mit dem Laubfall der Bäume die Holzerntesaison. Doch eines ist anders als in den Jahren zuvor, weiß die Forstbehörde: „Durch die Einschränkungen des Alltags durch die Coronapandemie suchen viel mehr Menschen Erholung und Abwechslung im Wald, als dies sonst üblich ist.“ Die Folge: „Einen deutlich erhöhten Besucherandrang im Wald haben wir bereits im Frühjahr dieses Jahres während des ersten Lockdowns erlebt”, erinnert sich Martin Geisel, Leiter des Kreisforstamtes Göppingen, und ergänzt weiter: „Die Menschen schätzen es, wenn sie im Wald tief durchatmen können und nicht an das omnipräsente Virus und andere Sorgen denken müssen. Dennoch müssen Waldbesuchende in der Herbst- und Winterzeit beachten, dass der Wald nicht nur Erholungsoase und Ort zur Entspannung ist.”
Nach Angeben des Forstamtes werden in den kommenden Wochen und Monaten wieder mehr Waldarbeiter und Holzerntemaschinen im Wald sein, um den nachhaltig gewachsenen Rohstoff Holz zu ernten. Nachhaltig bedeute in diesem Fall, dass nicht mehr Holz genutzt wird, als im Wald nachwächst, wie das Forstamt versichert. Das geerntete Holz werde dann im nächsten Schritt von Sägewerken und Schreinereien weiterverarbeitet zu CO2-neutralen Holzprodukten wie beispielsweise Möbel. Aus Holz entstehen aber auch Dachstühle oder ganze Häuser. Außerdem werden die Menschen in der Region mit Brennholz für den Winter versorgt.
Das Forstamt bittet deshalb alle Waldbesucher um Verständnis: Durch die Holzernte und Holzlagerung könne es zeitweise zu Sperrungen sowie zu Umleitungen von Waldwegen kommen und somit zu Einschränkungen des Waldbesuchs. Gleichzeitig sollten die Absperrungen und eingerichteten Umleitungen im Interesse der eigenen Gesundheit unbedingt beachtet werden. „Bei Missachtung kann es zu gefährlichen Situationen für Leib und Leben kommen. Auch wenn gerade keine Motorsäge zu hören ist, bedeutet es nicht, dass am Hiebsort keine Gefahr mehr besteht. Es können durchaus noch angebrochene Äste herunterfallen.“
Wenn ein gefahrloses Betreten wieder gewährleistet ist, werden die Absperrungen umgehend abgebaut und der Wald für Besucherinnen und Besucher wieder geöffnet, erklärt das Forstamt.
Um sicherzustellen, dass die Bereiche für Rettungsfahrzeuge zugänglich sind und das Holz problemlos abgefahren werden kann, sei es auch besonders wichtig, dass die Waldwege nicht durch parkende Autos blockiert sind: „Bitte parken Sie deswegen nicht auf Waldwegen oder im Bereich der Einmündung zur Straße.“