Der erste Patient in Baden-Württemberg, der an der durch das Coronavirus ausgelösten Krankheit Covid-19 erkrankt war, ist wieder gesund. Auch der zweite Patient im Landkreis Göppingen konnte wieder nach Hause. Entsprechende Informationen unserer Zeitung bestätigten die das Gesundheitsamt Göppingen, die Klinik am Eichert und die Kreisärzteschaft am Dienstagabend in einer gemeinsamen Pressemitteilung.

Demnach wurden der 25-jährige sogenannte Null-Patient, der sich während eines Italienurlaubs infiziert hatte, und ein weiterer Mann mit Krankenwagen in häusliche Quarantäne gebracht.

Der zweite Mann war am Freitag nach einem positiven Test auf das Virus in der Klinik untergebracht worden. Der Mann hatte sich mutmaßlich bei dem 25-Jährigen angesteckt, wies aber nur milde Krankheitssymptome auf.

Kreis richtet Anlaufstelle ein

Am Dienstag hätten beide Männer keine Symptome mehr gezeigt, aus medizinischer Sicht stehe einer Entlassung nichts entgegen, heißt es in der Pressemitteilung.

Das Gesundheitsamt und die Kreisärzteschaft Göppingen arbeiten derzeit an einer zentralen Anlaufstelle im Landkreis Göppingen, wo bei begründeten Verdachtsfällen Abstriche genommen werden können. Diese Anlaufstelle soll voraussichtlich am Mittwoch öffnen. Das Gesundheitsamt weist darauf hin, dass Abstriche nicht ohne Termin über den Hausarzt in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt genommen werden können.

Aktuell sind dem Gesundheitsamt neben den beiden bereits bekannten Corona-Patienten keine weiteren Infektionen mit dem Coronavirus im Landkreis bekannt.

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Göppingen

Noch drei offene Verdachtsfälle am Dienstag

Von den am Montag genannten fünf Corona-Verdachtsfällen im Kreis Göppingen sind zwei Befunde negativ, drei Befunde standen am Dienstagnachmittag noch aus, so eine Sprecherin des Landratsamts.Insgesamt seien seit Beginn des Auftretens des Coronavirus 42 Abstriche bei Bürgern im Kreis vorgenommen worden, 37 davon waren negativ, zwei Befunde waren positiv (die beiden nun entlassenen Männer). Drei Verdachtsfälle waren am Dienstag noch offen.

Die Firmen im Kreis Göppingen reagieren unterdessen mit Notfallplänen und Reisebeschränkungen, sehen sich aber insgesamt gut für eine weitere Ausbreitung des Coronavirus gerüstet.

Kreis Göppingen