Energie CDU drängt Landrat zu einem schnellen „Nein“

Windkraft bleibt im Nassachtal ein Konfliktthema.
Windkraft bleibt im Nassachtal ein Konfliktthema. © Foto: Rainer Lauschke
Uhingen / SWP 06.11.2018

Der CDU Kreisverband Göppingen und die Junge Union (JU) im Unteren Filstal drängen Landrat Edgar Wolff in einem Offenen Brief zu einer schnellen Entscheidung über den Windkraftstandort im Nassachtal. Sie wollen, dass das Landratsamt die beiden geplanten Windkraftanlagen des Betreibers Uhl ablehnt.

„Windräder machen dort Sinn, wo auch der Wind bläst“, heißt es in dem Brief, der von der CDU-Kreisverbands-Vorsitzenden Nicole Razavi und dem JU-Vorsitzenden im Unteren Fils­tal, Vincent Krapf, unterschrieben ist.  Über den Windkraftstandort ES-02 Sümpflesberg müsse jetzt im Sinne der Bürger entschieden werden. Sie fordern, dass die Landkreisverwaltung „nun endlich eine Entscheidung trifft“. Man habe kein Verständnis mehr für die „lange Hängepartie“. Die Gemeinderäte von Uhingen und Ebersbach haben den neuen Antrag der Firma Uhl, statt der drei geplanten Windräder zwei noch größere Anlagen aufzustellen, geschlossen abgelehnt. Spätestens jetzt müsse der Landkreis entscheiden und die Anlagen ebenso ablehnen, fordern die Unterzeichner und schreiben: „Dass der Landkreis gegen die klare Haltung der Gemeinderäte beider Städte entscheidet, halten wir für nicht denkbar.“

In einer Veranstaltung von CDU und JU im Juni in Baiereck hätten über 100 Bürger ihren Unmut zum Ausdruck gebracht, heißt es weiter. Die Errichtung mehrerer Windräder inmitten von Natur- und Siedlungsraum sei ein erheblicher Eingriff und müsse daher verhältnismäßig und wirtschaftlich sein, so die CDU. Das Windaufkommen im Schurwald sei aber nicht wirtschaftlich. „Das zeigt auch die unlängst errichtete Windkraftanlage bei Winterbach. Weiteres Konfliktpotential ist durch die zu erwartenden Lärmimmissionen vorprogrammiert“, so Razavi und Krapf.

Man sei grundsätzlich für eine Energiewende „mit Vernunft und Augenmaß“. Ein Alternativvorschlag der Jungen Union sehe vor, beim ehemaligen Bundeswehrdepot am Windkraftstandort GP-03 zwischen Wangen und Adelberg einen Solarpark zu errichten, wie er in Radelstetten bei Lonsee bereits existiert. Dieser sei in Bau und Betrieb minimalinvasiv und dennoch ein leistungsfähiger Stromerzeuger“, so Krapf.

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