Gewalt gegen Polizeibeamte ist ein zunehmendes Problem. Nach Angaben des Polizeipräsidiums Ulm – dieses ist zuständig für die Landkreise Göppingen, Alb-Donau, Heidenheim und Biberach sowie für den Stadtkreis Ulm – wurden im Vorjahr im eigenen Zuständigkeitsbereich 609 Polizeibeamte Opfer  von Gewalttaten. Das entspricht im Vergleich zu 2017 einer Zunahme von 40 Prozent oder 173 Fällen und ist zugleich neuer Höchststand.

Bodycams aus Standardausrüstung

Seit Februar werden wegen dieser Problematik Bodycams als Standardausstattung bei der Landespolizei eingeführt. Dies, erklärt das Präsidium, sei ein wesentlicher Baustein der Strategie zur Reduzierung von Gewalttätigkeiten gegenüber Polizisten. Das Präsidium Ulm wurde mit 90 Bodycams ausgerüstet und hat die Kameras auf seine zwölf Reviere verteilt. Mit Beginn des Nachtdienstes am Freitag werden sie erstmals eingesetzt. Bereits bei der Erprobungsphase im Land habe es sich gezeigt, dass der Einsatz dieser Schulterkameras dafür geeignet ist, gefährliche Situationen zu entschärfen. Sollte es dennoch zu Straftaten kommen, können die Aufnahmen als Beweismittel verwendet werden.