Trauer Bleibende Erinnerung an  Heimtiere

Mit Gedenksteinen und einer
Infotafel wird an die toten Tiere erinnert.
Mit Gedenksteinen und einer Infotafel wird an die toten Tiere erinnert. © Foto: Tierschutzverein
Kreis Göppingen / SWP 09.03.2018

An die 700 Tiere wurden im vergangenen Jahr  durch das Tierheim Göppingen versorgt und neu vermittelt. Dennoch bleiben rund  70 Tiere jährlich im Bestand, viele davon alt und krank, ohne Interessenten und ohne Aussicht auf eine neue Familie, so dass das Tierheim häufig ihre letzte Zufluchtsstätte wird, schreibt der Tierschutzverein in einer Pressemitteilung.  Dadurch entstehe eine starke Bindung der Tiere zu ihren Pflegern und ehrenamtlichen Helfern.

Umso schwerer falle es, wenn der Tag des Abschieds naht. „Wir lehnen es ab, unsere verstorbenen Tierheimtiere einfach in der Tierkörperbeseitigungsanlage entsorgen zu lassen. Ein würdevoller Abschied von unseren Tieren, die uns ans Herz gewachsen sind, ist uns wichtig“, sagt Jürgen Schmid, Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit des Tierschutzvereins Göppingen, der das Tierheim Göppingen betreibt. Auch die Tierpaten wünschten sich eine bleibende Erinnerung an ihren Schützling. Da sei  es naheliegend, neben der Einäscherung der Tiere nun auch eine Gedenkstätte zu eröffnen. Unterstützt werde dies von Manuela und Pierre Keim von der Tierbestattung Göppingen „Animalis Mori“ aus Faurndau. „Für uns war es selbstverständlich, hier zu helfen und diese Gedenkstätte zu finanzieren. Auch Tierheimtiere waren einmal Familienmitglieder, wurden geliebt und verwöhnt und sollten ihre letzte Reise würdevoll antreten dürfen. Die anonym eingeäscherten Tiere unserer Kunden haben hier auch ihre letzte Ruhestätte und einen Ort der Erinnerung“, sagt Pierre Keim. 

Eine Bank mit Blick zum Wald, eine Infotafel und die ersten Gedenksteine der Tiere laden ein, ein paar Minuten dort zu verweilen und sich an die schönen Zeiten zu erinnern, so Jürgen Schmid. Noch gebe es viel zu tun, der Platz müsse noch befestigt und ein Zugangsweg gepflastert werden. „Aber sobald es wärmer und trockener wird und die Pflanzen angewachsen sind, ist jeder gerne eingeladen, diese Gedenkstätte zu nutzen“, betont der Vertreter des Tierschutzvereins.

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