Gingen / Ralf Heisele  Uhr
Die Gemeindeverwaltung empfiehlt den Anwohnern in Gingen, ihr Leitungswasser abzukochen. Laut Gesundheitsamt handelt es sich bei der Verunreinigung um eine geringe bakterielle Belastung des Leitungswassers durch Enterokokken.

Das Leitungswasser in der Gemeinde Gingen ist bakteriell verunreinigt. Das hat der Kämmerer der Gemeinde, Patriz Burger, am Mittwochnachmittag mitgeteilt. Bis auf weiteres sollen die Bürger das Leitungswasser abkochen, empfiehlt Burger. So könne eine Gesundheitsgefährdung verhindert werden.

Dafür könnt ihr normale Wasserkocher nutzen: einmal Aufkochen auf etwa 100 Grad, dann zehn Minuten abkühlen lassen.

Gemeinde teilt im Internet mit, wenn Problem behoben ist

Den Grund für die Verunreinigung kann er noch nicht nennen. Man sei dabei, den Fall aufzuklären. Sobald das Wasser wieder genießbar ist, wird dies laut Burger sofort auf der Homepage vermeldet: gingen.de

Leitungssystem wird kräftig gespült

Wie das Gesundheitsamt am Donnerstag mitteilt, wird das Trinkwasser mit einem erhöhten Gehalt an Chlordioxid desinfiziert. Außerdem wird das Leitungssystem kräftig gespült. Inzwischen seien vom Wasser auch Proben entnommen worden, die nun überprüft werden. Sie sollen zeigen, ob die Maßnahmen erfolgreich sind. Erste Laborergebnisse werden für Samstag, 17. August, erwartet.

Das berichtet die Gemeinde auf ihrer Homepage

  • Man soll zur Zubereitung von Speisen, beim Zähneputzen und zum Reinigen offener Wunden nur abgekochtes Leitungswasser verwenden.
  • Körperpflege bei gesunden Erwachsenen: Zum Duschen, Baden und Waschen kann das Leitungswasser verwendet werden.
  • Körperpflege bei Kleinkindern, Kranken und immungeschwächten Kindern: Auch hier sollte nur abgekochtes Leitungswasser genutzt werden

Was sind Enterokokken?

Das Gesundheitsamt berichtet, dass Enterokokken Bakterien sind, die natürlicherweise im Darm von Tieren und Menschen vorkommen. Über die Ausscheidungen werden sie aber auch auf Pflanzen, im Wasser und im Erdboden nachgewiesen.

Weiter heißt es in der Pressemitteilung, dass im Trinkwasser keine Enterokokken nachgewiesen werden dürfen, da sie als Indikatorkeim für eine Verunreinigung des Wassers stehen.

Das könnte dich auch interessieren:

Schwerpunkt Lebensader Wasser Wo das Leitungswasser herkommt

Stadtwerke und ein Zweckverband sorgen mit Brunnen und Hochbehältern dafür, dass die Gemeinden im nördlichen Landkreis stets flüssig sind.