Alb-Traum 100 und Halb-Traum: Startgebühr geht an gemeinnützige Projekte

Beim zweiten Benefiz-Ultra-Lauf „Alb-Traum 100“ hatten sich Mitte Mai 270 Teilnehmer mächtig ins Zeug gelegt: 115 Kilometer und 3400 Höhenmeter legten sie beim „Alb-Traum“ zurück; beim „Halb-Traum“ bewältigten sie die 57 Kilometer lange Strecke mit ihren 1700 Höhenmetern. Ihr Ansporn war es dabei nicht nur, die Ziellinie zu erreichen, sondern mit ihrer Teilnahme auch anderen Menschen zu helfen. Denn die Startgebühr wurde an gemeinnützige Projekte und Institutionen im Landkreis Göppingen gespendet. Kürzlich überreichten die Organisatoren des Benefiz-Laufs in der Geschäftsstelle der Erlebnisregion Schwäbische Alb (ESA) im Haus des Gastes in Bad Ditzenbach die Spendenschecks.

Andreas Bulling: „Eine positive Verrücktheit, um Gutes zu tun“

Zunächst ließ Andreas Bulling vom Verein „Alb-Traum 100“ das Lauf-Event Revue passieren. Sein Rückblick machte deutlich, dass sich das Sportereignis schon jetzt etabliert hat: „Alle Plätze waren nach zehn Tagen vergeben“, zeigte er sich noch immer tief beeindruckt von der positiven Resonanz. Die Zahl der Teilnehmer sei im Vergleich zur Premiere vor einem Jahr deutlich gestiegen: Waren 2018 noch 174 Frauen und Männer an den Start gegangen, nahmen nun 270 Sportbegeisterte teil. „Man kann die Teilnehmer für verrückt erklären, solche Distanzen zu bewältigen“, sagte Andreas Bulling. „Aber es ist eine positive Verrücktheit, um Gutes zu tun.“

73-Jähriger meistert den Halb-Traum

Läufer von elf Nationalitäten, unter anderem aus Österreich, Belgien und der Schweiz, hatte es auf die Strecke gezogen. Der mit 73 Jahren älteste Teilnehmer des 57 Kilometer langen „Halb-Traums“ bewältigte die Distanz in etwas mehr als elf Stunden. „Es geht vielen nicht darum, eine Minute schneller zu sein, sondern um den Zusammenhalt“, ergänzte Andreas Bulling. „Sie wollen die Strecke miteinander bewältigen.“

Dabei wurden die Teilnehmer von etwa 100 Helfern unterstützt, die die Läufer an Verpflegungsstationen mit Getränken und Essen versorgten und sie anfeuerten. Zu den Helfern zählten auch die Spendenempfänger, die nun ebenfalls profitieren: Die Summe, die der Verein „Alb-Traum 100“ spendete, stieg von 20 000 im vergangenen Jahr auf heuer 27 500 Euro.

Landrat Edgar Wolff: „Benefizcharakter des Alb-Traums ist ein Traum“

Marco Höpfner, beim Verein zuständig für die Finanzen, und Andreas Bulling überreichten schließlich die Spendenschecks in Höhe von jeweils 4000 Euro an den Kinder- und Jugendhospizdienst der Malteser im Kreis Göppingen, das stationäre Hospiz des Landkreises Göppingen, die Stadt Geislingen für ihr Gutscheinheft für bedürftige Menschen, die Bergwacht Geislingen-Wiesensteig, die DLRG-Ortsgruppe Bereitschaftspolizei Göppingen und den Kreisverband der Arbeiterwohlfahrt. 2000 Euro erhielt die Kreisvereinigung Leben mit Behinderungen und 1500 Euro der Leichtathletikkreis Göppingen. Auch die Weihnachtsaktion der GEISLINGER ZEITUNG soll noch bedacht werden.

„Der Benefizcharakter des ,Alb-Traum 100‘ ist ein Traum“, betonte Landrat Edgar Wolff. Er zollte den Veranstaltern und Teilnehmern des Benefiz-Laufs Respekt und Bewunderung. „Man kann sich nur auf den 9. Mai 2020 freuen“, ergänzte er. Denn an diesem Tag soll die dritte Auflage des Ultra-Laufs durch den Landkreis führen, der erneut für den guten Zweck stattfindet.

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