Der Aufbau eines Dorfladens in Senden-Witzighausen kommt weiter voran. Nach der Gründung der „Dorfladen Witzighausen UG (haftungsbeschränkt)“ Anfang November ist dieser Schritt nun auch vor einem Notar besiegelt worden. Die vier Mitglieder des Gesellschafterrats sind Jörg Breit, Susanne Grössl, Rico Penski und Reinhold Ranz. Diese vertreten die Mini-GmbH im Geschäftsleben, sie dürfen ein Bankkonto eröffnen oder den Mietvertrag unterschreiben.

Dieser soll, wie berichtet, mit der städtischen Wohnungsbaugesellschaft SWSG geschlossen werden. Diese ist seit dem Spatenstich Ende November dabei, am Rande des Neubaugebietes in Witzighausen vier Gebäude für günstiges Wohnen zu errichten. In einem der Häuser wird im Erdgeschoss genug Platz freigehalten für den 200 Quadratmeter großen Dorfladen samt Café-Ecke.

Finanziert werden kann das Geschäft zum Start nur mit einem Kredit. Geplant ist, ein Darlehen in Höhe von 130 000 Euro aufzunehmen. Zudem haben mehr als 150 Witzighausener Anteile für über 50 000 Euro an der UG gezeichnet. Unklar ist noch, ob es einen Zuschuss aus dem EU-Leader-Programm des Landkreises Neu-Ulm geben wird. Dieser könnte maximal 30 Prozent der Investitionskosten ausmachen.

Schon im Mai, berichtet Reinhold Ranz, sollen die ersten Bestellungen rausgehen für die Inneneinrichtung. Im September soll der Laden dann bezogen werden. Einen Großteil der Ausbauarbeiten wollen die Anhänger des Dorfladens ehrenamtlich selbst stemmen. Noch nicht klar ist, wer den Dorfladen mit Waren beliefern wird. Ein Modell ist eine Kooperation mit der Firma Utz aus Ochsenhausen, die sich auf die Versorgung kleiner Lebensmittelhändlern spezialisiert hat.

Info 250 Euro beträgt die Mindesteinlage für die Gesellschaft. Sollte das Projekt scheitern, hafte der Anteilshaber nur mit der Höhe der Einlage. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Dorfladen nicht funktioniert, läge bei lediglich ein bis zwei Prozent, sagt Unternehmensberater Wolfgang Gröll vom Dorfladen-Netzwerk. „Dorfläden haben gute Möglichkeiten, im Wettbewerb zu bestehen.“