Die Gegner des geplanten Tiny Houses in Attenhofen haben eine Liste mit insgesamt 43 Unterschriften an die Weißenhorner Stadtverwaltung übergeben, berichtet Bürgermeister Wolfgang Fendt. Er war am Dienstag bei einem Termin vor Ort dabei, zu dem die Anwohner eingeladen hatten.

Nachbarn befürchten weitere Tiny Houses

Laut Fendt kamen dabei mehrere Punkte zur Sprache: Erstens befürchten die Nachbarn, dass auf dem Grundstück weitere Tiny Houses gebaut werden und dieses wie ein Campingplatz aussehen könnte. Außerdem sorgte das Dach für Kritik: Geplant ist kein Satteldach, sondern ein Pultdach, das nur eine geneigte Dachfläche hat. Das entspricht zwar nicht den Regeln des Bebauungsplans, der Bauausschuss hat dafür aber eine Befreiung erteilt. „Die Nachbarn hatten in der Vergangenheit auch abweichende Dachwünsche geäußert, die wurden immer abgelehnt“, sagt Fendt. Dabei gehe es um Gleichberechtigung.

Tiny House soll mittig platziert werden

Sollten die Bauherren sich nun doch für ein Satteldach entscheiden und schriftlich erklären, dass sie keine weiteren Häuschen auf dem Grundstück bauen, „würden die Anwohner das Tiny House akzeptieren“, sagt der Bürgermeister. Außerdem soll das Gebäude weiter mittig auf dem Grundstück platziert werden. Darüber wird nun auch das Landratsamt informiert, das am Ende über den Bauantrag entscheidet. „Es wäre natürlich am besten, wenn sich eine Lösung findet, mit der auch die Anwohner einverstanden sind“, sagt Fendt. Wobei ein Satteldach auf dem sehr kleinen Haus natürlich schwieriger zu realisieren sei.

Sie und ihr Freund werden das nun prüfen, sagt Bauherrin Tina Strahl. „Wir schlafen jetzt erstmal eine Nacht darüber.“ Die beiden wollen das Tiny House unter anderem wegen des kleineren ökologischen Fußabdrucks bauen.

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