Wer die Ranzenburger Fasnet mag, wird den Rosenmontagsball lieben. Denn zum Abschluss der Ballsaison treffen sich alle Akteure des lokalen Brauchtums nochmals in der Dietenheimer Narrhalla, um zu Höchstform aufzulaufen. „Liebe Ranzenburger, lasst euch überraschen. Denn das Programm das heute kommt, hat sich gewaschen“, versprach Hofmarschallin Melanie Reuter. Jürgen „Jocky“ Peter schien den gelungenen Abschluss seiner ersten Kampagne als „el Presidente“ der Ranzenburger Narrenzunft in vollen Zügen zu genießen. „Wir läuten ein die letzte Phase aus unserer schönen Narrenzeit“ lautete sein Appell. Sein Dank für eine friedvolle und fröhliche Fasnet in Ranzenburg gelte formell und privat allen Helfern. „Tadellos, ob Schultes, Pfarrer, Garden oder Elferrat – alle sind super grandios gewesen.“. Letzteres galt am Rosenmontag auch für das Bühnenprogramm, moderiert von Jürgen „Beppo“ Schenk, Sebastian „Sebbi“ Graf und Markus „Kuse“ Baur.

Den Auftakt machten die Ranzenburger Hexen, die mit ihren schnell drehenden Schleudern und bis an die Bühnendecke reichenden Pyramiden in ihrem Maskentanz abermals begeisterten. Für Jubelstürme sorgte auch die Kindergarde, die es nicht nur bei ihrem normalen Tanz krachen ließ, sondern auch bei der von Daniel Stoerk einstudierten Zugabe. Mit den Turnern vom TSV Dietenheim, die als „Magic Muscles“ auf der Bühne zu sehen waren, dem Maskentanz der Illergoischdr sowie einer Performance der Tanzkombi aus HSG-Jungs und Crazy Girls konnte das Moderatoren-Trio neben der eigenen Jugendgarde und Showtanzgruppe im zweiten Showblock dann gleich drei Gastauftritte auf der Bühne begrüßen – alle wussten zu überzeugen.

Der dritte Programmteil wurde  von der Feuerwehrgarde eröffnet, die neben Pyramiden auch einen ganzen Feuerwehrschlauch voller Konfetti mit dabei hatte. Auch „Cordula Grün“ stattete der Narrhalla erneut einen Besuch ab und animierte das Publikum zum Mitmachen beim live gespielten und gesungenen Ballermannhit. Den hunderten Narren im Publikum fiel es leicht, die Prinzengarde nach ihrem Tanz auf ein Medley der „Toten Hosen“ mit viel Applaus zu beglücken, bevor es die Fußballer bei ihrem Tanz nochmals in der Kiste rappeln ließen.

Schluss mit dem Kehraus

Den krönenden Abschluss des Rosenmontagsballs bildete der Auftritt der Guggamusik „Los Krachos“ gegen Mitternacht, die zusammen mit den fasnetsverrückten Dietenheimern die Wände der altehrwürdigen Narrhalla zum Zittern brachte. Der Abspann der Fasnet begann für viele der neun hiesigen Maskenzünfte dann am gestrigen Dienstag bei einem der zahlreichen Umzüge in der Region. Er endete am Abend beim Kehraus der Ranzenburger Narrenzunft, wo die Fasnet offiziell zu Grabe getragen wurde.

Vormerken: Umzug am 23. Februar 2020


Termine Nach der Fasnet ist vor der Fasnet und die kommende wird fast wieder so lang wie die Auflage 2019. Doch bevor die Ranzenburger Narren am 11.11. mit der Inthronisation des neuen Prinzenpaares in die neue Kampagne starten und die Hästräger traditionell ab dem Dreikönigstag 2020 wieder in der Region unterwegs sind, werden jetzt erst mal alle Häser gewaschen und verstaut. Fasnetssonntag ist am 23. Februar 2020. In der kommenden Kampagne feiern die Ranzenburger Hexen ihren 55. Geburtstag, die  Wasafraza werden 25 Jahre alt.