Parken ganz ohne Schranken, Parktickets oder -münzen, die man verlieren kann? Im Gesundheitszentrum Langenau wird das in Kürze Realität. Wie die ADK GmbH für Gesundheit und Soziales mitteilt, soll ein neues Parkraumbewirtschaftungssystem mit automatischer Kennzeichenerkennung in Zukunft vieles einfacher machen. Das neue Parksystem geht am Montag, 28. Juni, und damit noch vor dem Start der Fachklinik Innere Medizin in Betrieb; die Montagearbeiten haben bereits begonnen.
Und so geht es: Bei der Einfahrt auf dem Parkplatz erfasse eine Kamera das Kennzeichen des Autos und speichere dieses zusammen mit der Uhrzeit, heißt es. Die Kamera erfasse indes lediglich das Kennzeichen, nicht aber die Fahrzeuginsassen. Nachdem der Besuch oder die Behandlung im Gesundheitszentrum vorbei ist, könnten die Besucher oder Patienten wie bisher am Automat oder über eine App durch Eingabe ihres Kennzeichens bezahlen.
Die Parkdauer werde automatisch berechnet und der Betrag ermittelt. Der Besucher gehe zu seinem Fahrzeug und könne den Parkplatz verlassen. Bei der Ausfahrt werde das Kennzeichen erneut gescannt und zusammen mit der Uhrzeit gespeichert. Das System errechne die Parkzeit und prüfe im Anschluss, ob diese auch bezahlt wurde. Sei dies der Fall, würden die Kennzeichendaten umgehend gelöscht. Damit alles funktioniert, müssten die Besucher am behindertengerechten Kassenautomat ihr Kennzeichen eingeben. Das System errechne dann aus der zu diesem Kennzeichen gespeicherten Parkzeit die anfallenden Gebühren.
Bezahlt werden könne per Kreditkarte, mit Bargeld oder über die App Easypark, die unter anderem bei vielen Parkplätzen in Ulm und Neu-Ulm eingesetzt wird. Hierbei entfalle der Gang zum Kassenautomat, das Kennzeichen müsse in der App eingegeben und der Parkvorgang damit freigegeben werden.
An den Ausfahrten stehen künftig keine Schranken mehr. Umso wichtiger sei es daher, an die Bezahlung zu denken. Denn erfolge diese nicht, ermittele die Parkraumbewirtschaftung den Halter – und dieser erhalte dann einen Strafzettel, heißt es. In Zukunft seien die ersten 30 Minuten Parkzeit generell gebührenfrei. Zur Sicherheit könnten sich aber auch Kurzparker am Kassenautomaten vergewissern, ob sie noch in der Karenzzeit liegen, informiert die Peter Park System GmbH. Nach den 30 Minuten bezahlten alle Patienten, Besucher und Kunden auf den Parkplätzen rund ums Gesundheitszentrum grundsätzlich Parkgebühren.
Einrichtungen und Praxen im Gesundheitszentrum haben die Möglichkeit, die Parkgebühren für ihre Kunden und Patienten zu übernehmen. Ob sie dies tun, sei im Moment noch nicht bekannt. Für Patienten und Fitnesskunden im Cardio Plus stehe bereits fest: Sie könnten – wie bisher auch – maximal 180 Minuten kostenlos parken. In den ersten Tagen sollen Auszubildende der ADK GmbH zu bestimmten Zeiten vor Ort sein und den Nutzern bei Fragen und Schwierigkeiten im Umgang mit der neuen Technik zur Seite stehen.