Die Stadt Tübingen befürchtet, dass die Region Neckar-Alb künftig mit schlechteren Bahnverbindungen in Richtung Stuttgart rechnen muss: „Stuttgart 21 erweist sich nicht nur finanziell sondern auch verkehrspolitisch mal wieder als Desaster“, sagt der Erste Bürgermeister Cord Soehlke. Eine der „innovativsten uns wirtschaftsstärksten Regionen Deutschlands“ abzuhängen gefährde nicht nur die Verkehrswende sondern auch „wirtschaftliche Entwicklung und Wohlstand“.

Deutschland-Takt: Tübingen kritisiert lange Umsteigezeiten in Stuttgart

Soehlke fordert „dringend eine Lösung“ von Bund, Bahn und Land, „um die Bahnanbindung Tübingens nicht unattraktiver, sondern deutlich besser zu machen.“ Die Bundesregierung hatte jüngst bestätigt, dass es in Stuttgart mit dem Zielfahrplan des Deutschland-Takts ab 2030 zu teils langen Wartezeiten für Fahrgäste aus Tübingen kommt. Teilweise werden Wartezeiten von 20 bis 23 Minuten auf den Anschlusszug erwartet.